Musik ins Auge – Der Musikvideo-Roundup (Februar II)

Wenn die Plattenfirma nicht mehr genug bereitstellt, wenden sich für die Finanzierung ihrer Musikvideos so manche an nichtmusikalische Konsumunternehmen – meist mit Ergebnissen wie diesem oder diesem, die wie verlängerte Werbespots aussehen.

Doch selbst falls sich OK Go ihr neues Werk von einer russischen Luftfahrtfirma haben sponsern lassen, ist dabei zumindest ein abermals sensationelles Musikvideo herausgekommen. In einem Take gefilmt und nur in den Ruhepausen nachträglich zeitlich komprimiert vollführen das Quartett und die Luftbegleiterinnen kunterbunte Schwerkrafts-Effekte im freien Fall.

Kaum auszumachen sind auch die Stellen, an denen David Terry Fine bei seinem traumartigen Lauf durchs Maisfeld getrickst hat, Jacob Krupnick kommt allein mit einer bildhübsch in Bogotà gefilmten Voguing-Performance aus, während Melina Matsoukas für ihr mehrstufiges politisches Video voll aus ihrem Beyoncé-Budget schöpfen kann. Außerdem machen RUFFMERCY im Übermal-Stil ihr ganz eigenes Ding, Brook Linder geht voll auf „Suspiria“-Kurs und Golden Wolf füllen ihre kohlestrich-artige Animation in hochdetailliertem Style.

OK Go – Upside Down & Inside Out

Regie: Damian Kulash, Jr. & Trish Sie

 

Beyoncé – Formation

Regie: Melina Matsoukas

 

Thao & The Get Down Stay Down – Astonished Man

Regie: Brook Linder

 

Pillar Point – Dove

Regie: Jacob Krupnick

 

Zedd ft. Troye Sivan – Papercut (Grey Remix)

Regie: Golden Wolf

 

Zeeloperz – I Should Be Dead

Regie: RUFFMERCY

 

Son Lux – Undone

Regie: David Terry Fine

 

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