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The Drink – Capital

Wird uns dieses Londoner Gitarrenpop-Trio jetzt etwa gegen Ende jedes Jahres ein neues Album bescheren? Unwahrscheinlich, aber obwohl Dearbhla Minogue mit The Wharves mittlerweile schon eine zweite exquisite Band gegründet hat, wird die Irin ihrer findigen, manchmal gar unvorhersehbaren Saitenwanderungen nicht müde. In helleren Tönen als auf dem Debüt „Company“, doch immer noch gelegentlich in Schattenwälder abzweigend, staksen und schlenkern The Drink wie nervositätsbefreite Deerhoof in süße Refrains oder mutieren anderswo von folkigeren in intensiv ausufernde Television. Übermäßig rockig oder gar posierend wirkt das nie, eher schon magischen, vor allem wegen Minogues klaren Gesangs. Der kehrt von verträumten Momenten wie auch aus mathig-komplexen oder krautigen Instrumentalsequenzen alsbald wieder wachäugig zurück und verhilft dafür „I’ll Never Make You Cry“ zum warm schlendernden Sonntagmorgen-Charakter – wobei im folgenden „Month Of May“ die Gitarre sogar noch lichterner schimmert als ihre gedoppelten Falsett-Vocals.

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