Musik ins AugeDer Musikvideo-Roundup (Juli III)
Was ist das für ein Kuddelmuddel geworden mit den Musikvideos. Geradezu monatlich gehen nun neue Streaming-Dienste an den Start, die nicht nur den Zugriff auf Audio, sondern auch exklusive Musikvideos bieten wollen. Wie so oft sind dabei die Inhalte vor allem Anreiz zum Abonnement dieses oder jenes Dienstes, auch in den Newsmeldungen zum Erscheinen eines Videos scheint die Nennung des Dienstes von höchstem Interesse zu sein. Nicht leicht scheint es, sich da noch für das visuelle Werk an sich zu begeistern.
Immerhin: Fleur & Manus Maskenspiel mit Drake gibt es auch (noch) ohne Apple-Account zu sehen, den Rest der dieswöchigen Cliphighlights sowieso. So inszeniert Jason Woliner den Weltuntergang mit einer kurios davon unbeeindruckten Georgia Hubley, Andre Durand produziert ein Metalvideo mit dem Auge eines Fashion-Fotografen, während Warped Type nicht minder rhythmisch mikroskopische Klangmechaniken in Tangram rahmen. Außerdem: handfeste Statuen von Inès & Victor, Chester Travis & Timothy Armstrong mit goldiger Stop Motion und Arman Coles Neo-Noir im Geiste von Michael Mann.
Yo La Tengo – Friday I’m In Love
Regie: Jason Woliner
Gar – Methking
Regie: Andre Durand
Panteros666 feat. Woodkid – Clear
Regie: Inès & Victor
Drake – Energy
Regie: Fleur & Manu
Kimbra – Goldmine
Regie: Chester Travis & Timothy Armstrong
Throwing Snow – Linguis
Regie: Arman Cole
Grandbrothers – Arctica
Regie: Warped Type

