Musik ins AugeDer Musikvideo-Roundup (Juli I)
Major-Moneten machen’s möglich: Klar, wer die volle PR-Finanzkraft eines Majorlabels hinter sich hat, kann damit wie Disclosure einen aufwändigen Sci-Fi-Mehrteiler drehen lassen oder im Falle von Rihanna in Eigenregie in Waffen, Blut und Filmreferenzen schwelgen.
Doch allein auf einem großen Label zu sein bedeutet noch kein großes Budget, und so bestechen die Werke von Sam Pilling und Tim Mattia für die wenig etablierten Dornik und Coasts weniger mit Konzept und Effekten als verdammt gut gefilmten und geschnittenen Bildern. Das Gleiche kann man Justin Singers Ultrabreitbild-Gitarrenclip zuschreiben, mehr auf Ideenreichtum setzen da schon Colin Tilley & The Little Homies in ihrem visuell knackigen Grautonvideo. Nicht minder knackig: CRCR lässt es in der Kneipe krachen, Brewer malen nach Biebern und DVEIN inszeniert kosmisch-mystischen Besuch.
Rihanna – Bitch Better Have My Money
Regie: Robyn Rihanna Fenty & MegaForce
Coasts – Ocean
Regie: Tim Mattia
Kendrick Lamar – Alright
Regie: Colin Tilley & The Little Homies
Dornik – Drive
Regie: Sam Pilling
Chastity – Manning Hill
Regie: Justin Singer
Skrillex and Diplo – Where Are Ü Now with Justin Bieber
Regie: Brewer
Drenge – I Wanna Break You In Half
Regie: CRCR
Disclosure – Holding On
Regie: Ryan Hope
Alagoas – Ghosts
Regie: DVEIN

