Musik ins Auge – Der Musikvideo-Roundup (April IV)

Eigentlich seltsam, dass „cineastisch“ oft nur zur Charakterisierung instrumentaler Musik verwendet wird, schließlich setzen die Soundtracks großer Hollywood-Streifen wie Insurgent oder The Hunger Games zunehmend auf exklusiv darauf enthaltene Popsongs. So ist es wohl auch kein Wunder, wie viele Musikvideos sich geradezu als kleine Filme präsentieren.

Besonders fantastisch tut sich darunter diese Woche Pablo Maestres‘ Lews-Carroll-Hommage hervor, Lance Drake und Brook Linder inszenieren Thriller-Style mit zoomfreudigen Kameratricks und Kristoffer Klunk nutzt bei allem Spezialeffekt-Glanz auch erzählerisch das sozialkritische Potential der Science Fiction. Mit bescheideneren Mitteln, dafür gut aufgelegt animiert Angela Stempel klassischen Trickfilm von Hand, während Kosai Sekine computergenerierte Gesichtverschiebungen entfacht, David Jude Harris fasziniert mit einem Unterwasser-Blick in mikroskopischer Schärfe und Jakarno veranstaltet eine Wohnzimmerparty durch sämtliche Jahreszeiten – in gerade mal 3 Minuten.

Fur Voice – Fantasía

Regie: Pablo Maestres

 

Twin Shadow – I’m Ready

Regie: Lance Drake

 

Young Juvenile Youth – Animation

Regie: Kosai Sekine

 

Gabrielle – MER

Regie: Kristoffer Klunk

 

Baden Baden – Hivers

Regie: Jakarno

 

Ava Luna — Steve Polyester

Regie: Angela Stempel

 

Operators – True

Regie: Brook Linder

 

Sound Of Ceres – Bryn Marina

Regie: David Jude Harris

 

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