AUFTOUREN 2014Die Musikvideos des Jahres
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Kiesza – Hideaway
Regie: Kiesza, Ljuba Castot & Rami Samir Afuni
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Ein Take, eine Tanzchoreographie. Dass daraus auch noch ein Radiohit werden würde, der irgendwann nur noch zum Hals raushängt, war sicher zunächst nicht abzusehen, doch das macht das dazu beitragende Video sicher nicht weniger eindrucksvoll. Insbesondere, weil Kiesza das Ganze auch noch mit gebrochener Rippe durchzog – wer das schon mal erlitten hat, weiß, wie schwer allein schon das Atmen durch den Schmerz fällt. Hut ab dafür!
14
Javiera Mena – Espada
Regie: Luis Cerveró
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Einen Hehl machte die Chilenin aus ihrer Sexualität noch nie, doch Luis Cerverós Clip macht mehr als nur queere Symbolik explizit. Ein kunterbunter Spaß aus Rollenspielen, Masken, Schwert, Lippenstift und ganz viel Neon.
13
Ben Khan – Youth
GEMS – Sinking Stone
Regie: BRTHR
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Der Stil des Regieduos aus Alex Lee und Kyle Whiteman ist nicht ganz leicht zu beschreiben, aber umso deutlicher zu erkennen. 2014 fanden BRTHR auf durchweg hohem Niveau zu ihrer höchst eigenen Clipästhetik, die sich besonders gut als Bilderflut mit dem ebenso jungen Ben Khan paart und die Narrative von „Sinking Stone“ denkwürdig illustriert.
12
Robot Orchestra – Invisible Smoke
Regie: Grégoire Orio & Grégoire Couvert
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Hat man einmal gemerkt, was an ihren lichtgedämmten Landschaftsaufnahmen nicht so ganz stimmt, erfährt erst die volle Tragweite dieser Bilder. Hier hängt ein Arm vom Baum, dort ragt ein Fuß unterm Steinhaufen hervor, bis man irgendwann überall Leichen zu sehen glaubt.
11
Taylor Swift – Blank Space
Regie: Joseph Kahn
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Swift mag das Privileg genießen, sich als größter Popstar des Jahres einen derart teuren Clip leisten zu können, doch großartig wird er erst durch ihre eigene Performance. Da bleibt kein Lidschatten trocken und kein Luxusgut sicher.
10
FKA twigs – Video Girl
Regie: Kahlil Joseph
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So deutlich und eingängig wie auf „Two Weeks“ trat FKA twigs noch auf keinem anderen Song ihres Debüts hervor. Eher hält sie sich im Zwielicht, im Schatten, in der Nuance oder Mehrdeutigkeit und bleibt so auch im grautönig-morbiden Hinrichtungsvideo ungreifbar.
9
Emilie Nicolas – Grown Up
Regie: André Chocron
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Eigentlich hat André Chocron nur alte Amateur-Heimaufnahmen von Emilie Nicolas‘ Familie umgeschnitten – doch wie, doch wie! Musikalische und bildliche Bewegung gehen eine Symbiose ein, in der ein Teil den anderen erhöht und zu tiefer emotionaler Resonanz führt.
8
Nicki Minaj – Lookin Ass
Regie: Nabil Elderkin
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Über die Pupillen-Reflektion fragt sich auch dieses Video Elderkins, wohin der Blick geht, auch in diesem Video sagt Minaj ganz klar an, wohin er zu gehen hat: Dahin, wo sie will, ansonsten ins Mündungsende eines Schnellfeuergewehrs.
7
2 Many DJ’s – As Heard On Radio Soulwax, Part 2
Regie: Glyn Peppiatt
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Weitaus mehr als ein Video kam 2014 auf die Idee, klassische Albumcover zu animieren. Nur Glyn Peppiatt besaß die Kühnheit und Ausdauer, dies über eine komplette Stunde hinweg durchzuziehen und dabei noch die Mashup-Überschneidungen der OGs von 2 Many DJ’s mit einzubauen.
6
Perfume Genius – Grid
Regie: Charlotte Rutherford
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„We get that he is gay and proud, but does he have to intensely show it?“ fragt ein intoleranter Kommentar auf Youtube unter dem anderen Video, mit dem Rutherford Mike Hadreas dieses Jahr nicht minder wunderbar in Szene gesetzt hat. Die Antwort ist einfach: So lange andere Musiker ihre Heterosexualität in Musikvideos aggressiv als die Norm darstellen, so lange brauchen wir mindesten ebenso viele Clips wie diese, die zeigen, dass Männlichkeit in Wirklichkeit auch glamourös aussehen kann.
5
Orange Caramel – My Copycat
Regie: DigiPedi
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Mit eigenwilliger Pastell-Farbpalette und viel Style produziert das Team von DigiPedi ungewöhnliche Clips geradezu am Fließband, doch nur mit Orange Caramel blühen sie zu vollem Ideenreichtum auf. Das Meerjungfrauen-Gangster-Sushi vom Jahresbeginn toppten sie nochmal locker mit diesem wahnsinnigen Suchspiel-Konzept, das sich selbst am Ende mit einer naheliegenden Hommage krönt.
4
Cage The Elephant – Cigarette Daydreams
Regie: Mark Pellington
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Mark Pellington weiß, wie man mit einer Kamera umgeht. In unübertrieben Hunderten von liebevoll gesetzten Einstellungen zeigt er dies aus den unterschiedlichsten Winkeln und Distanzen und bleibt dabei dennoch wirkungsvoller Noir-Erzähler. Wenn man sich dieses Jahr ein Video Bild für Bild ausdrucken könnte, um damit ein Haus zu tapezieren, würde man dieses wählen.
3
Joywave – Tongues
DJ Snake & Lil Jon – Turn Down For What
Regie: DANIELS
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Rasante kinetische Eruptionen sind das Markenzeichen von DANIELS und 2014 bekam das die ganze Welt in einer zerstörerischen Orgie des Gliederzuckens zu sehen. Dass dies noch die weniger schräge Idee des Duos war, zeigt ihr nicht minder genialer Clip über den Krieg zwischen Nackt- und Kleidungsmenschen in schmieriger 70er-Exploitation-Optik, mit Romeo-und-Julia-Romanze und einem denkwürdig grotesken Ende.
2
Sia – Chandelier
Regie: Sia & Daniel Askill
1
Flying Lotus – Never Catch Me
Regie: Hiro Murai
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Es war ein gutes Jahr für Musikvideos mit Beinbewegung. Die höchsten beiden Plätze in dieser Liste sind mit ihnen belegt und es ist durchaus möglich, dass in beiden eigentlich das gleiche passiert. Welches davon nun die Spitzenposition mehr verdient, ist kaum zu sagen: Die denkwürdigsten Posen spielen sich (erst recht in der Komplettversion) in Sias Apartment ab, konzeptuell deutlicher hingegen ist Hiro Murais Meditation über den Tod. Eines steht fest: Hier wie dort tanzen sich die Kinder den Arsch ab. Mit Bravour.



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