AUFTOUREN 2014 – Kurzstrecke: Die EPs des Jahres

15

Magic Eye

Babylon [Not Not Fun]

Lo-Fi-Sound mag die Banddynamik des UK-Psychpop-Trios verhüllen, nicht jedoch seine erhabenen Melodien.


14

Felicita

Frenemies [GUM]

Verspielt-clevere Bloop-Bleep-Bunt-Beats: Aphex Twin auf Uppern und Honigkuchen-Überdosis.


13

Mark McGuire

Noctilucence [Dead Oceans]

Das Zenmeister-Gitarrengeholze des Ex-Emerald(s) bindet Techno-Trance und Arpeggio-Synthdrone.


12

Container

Adhesive [Liberation Technologies]

Kann man Kaputtheit perfektionieren? Ren Schofields Noise-Techno bleibt kompromisslos.


11

The Weather Station

What Am I Going To Do With Everything I Know [You’ve Changed]

Verhauchte Folk-Reduktion, so leise, dass man sich nicht zu laut zu atmen traut.


10

Doss

Doss [Acéphale]

Traumhafte Melancholie aus Federkissen-Vocals und gedämpftem Breakbeat-Groove.


09

DJ Marfox

Lucky Punch [Lit City Trax]

Drums, please: Der Kuduro-Polyglott aus Lissabon lässt niemanden still sitzen.


08

Shamir

Northtown [GODMODE]

Das Falsett-Wunderkind glänzt mit idiosynkratischem Disco-Pop und bewegend angeschlagenem R’n’B.


07

Dark0

Fate [Gob Stopper]

Rhythmisch unnachgiebiger Grime auf grandioser Skala.


06

Baths

Ocean Death [Anticon]

Traurige Schönheit, die mehr schwingt als tanzt.


05

Girlpool

Girlpool [Wichita]

Hinter dem unscheinbaren Akustikgitarren-Amateurismus verbirgt sich mehr als nur die nächsten Moldy Peaches. Wortgewitzt und schonungslos konfrontiert das Duo das Hier und Jetzt.


04

Lord Of The Isles

301c Symphony [Permanent Vacation]
Kurve [Mule Musiq]

House mit Panorama-Blick: Von meditativen Tiefen bis in ambienten Freiflug atmen die facettenreichen Werke des Schotten Freiluft voll malerischer Feinheiten.



03

Vince Staples

Hell Can Wait [Def Jam]

Er brauchte nur ein halbes Album, um 2014 zu seinem Jahr zu machen. Mit packendem Flow schaut der Westküsten-Rapper dem Tod ins Auge und spuckt zurück.


02

Katie Gately & Tlaotlon

Split Series #23 [FatCat]

Die eine Seite: Stimm-Maestra Gately mit ihrem wendungsfreudig brillanten Langform-Track. Die andere: Tlaotlon schlägt maximalistische Purzelbäume. Kontraste, die einander doch nicht ganz abstoßen wollen.


01

Beach Slang

Who Would Ever Want Anything So Broken [Dead Broke]
Cheap Thrills On A Dead End Street [Tiny Engines]

Nicht mit einem, sondern zwei perfekten Songquartetten aus angepunktem Indie-Rock zwischen Replacements, Jawbreaker und Superchunk gab dieses Jahr das altersweise Trio aus Philadelphia sein sensationelles Debüt. Bordsteinkanten-Hymnen für die Ewigkeit.



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