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Mando Diao – Aelita

Was für ein steiles Cover! Grelle Innovationen und skandalöse Klangtransgressionen scheint es zu verheißen, keine Rücksicht auf biedere Geschmäcker. Mit Jan Hammer im Eröffnungsstück beginnt „Aelita“ immerhin als fast schon adäquate 80er-Kitsch-Hommage, erweist sich im Folgenden jedoch nicht einmal als unterhaltsames Desaster, sondern als flach und langweilig. Schwülstiger Begleitgesang und wattige Synthtapeten, chilliges Schlagwerk in „Lonely Driver“ und gummiweicher Slap in „Rooftop“, so weit so softrockig gut – bis dann Björn Dixgårds charismafreie Stimme, klobige Beats oder lachhaft vorhersehbare, klopsige Streicher jede Atmosphäre zerstören. Mando Diao haben keine melodischen Einfälle, um ihr Defizit an Feingefühl zu kompensieren, so kommt das auf Discosoul gebürstete „Wet Dreams“ ungemein abgestanden und das auto-getunte „If I Don’t Have You” wie Umberto nach einer Lobotomie daher. Von den krampfhaft gereimten Texten ganz zu schweigen („Romeo, bury me alo(ne)“), unter denen das „Fire walk with me“ in „Money Doesn’t Make You A Man“ bezeichnend dafür ist, wie Mando Diao hier am Nadir ihrer eigenen Ideenarmut rumgurken: Das Twin-Peaks-Zitat war ihnen selbst noch vor fünf Jahren zu plump als Albumtitel gewesen.

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