
Gutes Timing kann man das nennen: Wie um ihre Platzierung in TIME Magazines Liste der hundert einflussreichsten Menschen zu erklären, brachte Beyoncé mit Melina Matsoukas‘ Video zu „Pretty Hurts“ einen der stärksten Bildbeiträge ihres letztjährigen Großwerks online, auch wenn das Netz so nun wohl noch etwas länger auf „***Flawless“ warten muss.
Auch wie gutes Timing erscheint es da, dass die ebenfalls mit Wasserszenen nicht geizenden Clips von Grégoire Orio und FACES eine kleine thematische Brücke schlagen. Gänzlich losgelöst davon inszeniert Joel Kefali gutlaunigen Kinderquatsch mit Merrill Garbus, gänzlich überdreht wird es aber bei Dugan O’Neals Informercial-Manie und Eric Wareheims Aphex-Twin-würdiger Fleischattacke. Außerdem führt Charles Lanceplaine durch die menschenleere chinesische Neonmetropole, Sculpture rotieren animiert bis zum Gehtnichtmehr, Alex Bergmann erzählt die große Rache aus einem kleinen Schnitt und Duncan Winecoff inszeniert leichtfüßige Ballett-Zweisamkeit.
tUnE-yArDs – Water Fountain
Regie: Joel Kefali
Beyoncé – Little Hurts
Regie: Melina Matsoukas
Saåad – Valley Of Quartz
Regie: Grégoire Orio
Rudi Zygadlo – Dissident Song
Regie: FACES
Tobacco – Streaker
Regie: Eric Wareheim
College – Les Automates
Regie: Charles Lanceplaine
Sculpture – Hackle Scam Populator
Regie: Sculpture
Russian Red – John Michael
Regie: Alex Bergmann
Duck Sauce – NRG
Regie: Dugan O’Neal
Oh Land – Cherry On Top
Regie: Duncan Winecoff