Musik ins Auge - Der Musikvideo-Roundup (April III)

Ob es am langen Wochenende liegt oder am Record Store Day, sowohl neue Alben wie online streambare Einzelsongs (kann man da noch „Singles“ sagen?) gab es diese Woche relativ wenige – auf jeden Fall im Vergleich zu der Unmenge an Musikvideos, bei der unser Newsticker allein schon mit den bei uns besprochenen Bands kaum mithalten konnte.

Wie so oft waren die besten Clips der Woche aber nicht unbedingt dort zu finden, wo man es erwarten könnte. Wer hätte zum Beispiel darauf getippt, dass Sebastien Grainger zu Händen von Eva Michon mit solch einer obercoolen, immer im Rhythmus bleibenden, endlos loopbaren Gang-Erzählung aus den harten Straßen des kalifornischen Glendale ankommen würde? Auch im Tanz lässt Michael Venus seinen Clip eskalieren, während Pete Lees Gangsterpärchen ebenso ungewöhnlich ist wie die Pärchen in Chris Robinsons normal sind. Außerdem inszeniert Wim Steytler ein originelles dynamisches Duo, Charles De Meyer eine Gesichter-Lichtschau, Katie Rose köstliche Dämonenwelten und schließlich präsentiert Hiro Murai einen Childish Gambino Childish Gambino, Gambino Gambino Gambino Gambino Gambino, Gambino Gambino Gambino Gambino-Gambino Gambino. Gambino Gambino?

Sebastien Grainger – The Streets Are Still A Mess

Regie: Eva Michon

 

Estelle – Make Her Say (Beat It Up)

Regie: Chris Robinson

 

Atmosphere – Kanye West

Regie: Pete Lee

 

Bestial Mouths – Ceased

Regie: Katie Rose

 

Parasite Single – The Hunt

Regie: Michael Venus

 

Haezer – Minted

Regie: Wim Steytler

 

Raveyards – Stunts

Regie: Charles De Meyer

 

Childish Gambino – Sweatpants

Regie: Hiro Murai

 

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