EagullsEagulls
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Label:
Partisan
VÖ:
07.03.2014
Referenzen:
New Model Army, Killing Joke, The Horrors, Savages, The Stone Roses, Bauhaus
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Autor: |
| Mark-Oliver Schröder |
Wie habe ich dieser Veröffentlichung entgegen gefiebert, nachdem der Fünfer aus Leeds mit der Single „Council Flat Blues“ und der folgenden EP „Eagulls“ die Erwartungen in beinahe unermessliche Höhen geschraubt hatte. „Council Flat Blues“ präsentierte eine angetrippte Indie-Rock-Kapelle, deren Herz merklich für Punkrock schlug. Ich ließ mich angesichts der „Eagulls“-EP dazu hinreißen, zu schreiben, Eagulls hätten auch „bei den Stone Roses und US-Alternative der End-80er, Anfang-90er ganz genau hingehört“ und würden „eine immense Sounddichte zu Gehör“ bringen, ohne den Groove und die Möglichkeit des lauthals Mitsingens im Pub zu vernachlässigen.
Diese Konstellation machte sie ausgesprochen britisch und spannend. Von der ersten Single bis zum Debütalbum sind nun schon mehr als zwei Jahre vergangen, in der Zwischenzeit kamen noch zwei weitere Singles heraus, die es auch auf das Album geschafft haben, welches verwirrenderweise ebenfalls „Eagulls“ heißt. Ungekrönte Könige in der Disziplin „Wir-nennen-alle-unsere-Alben-gleich“ sind natürlich immer noch Crystal Castles, aber das sei hier nur am Rande erwähnt. Interessanter sind da schon die Inhalte der Singles, insbesondere die von „Nerve Endings“, diese bietet nämlich auf der B-Seite ein Killing-Joke-Cover. Das ist natürlich eine Steilvorlage für jeden Schreiber, die ich eigentlich nicht aufnehmen wollte, denn Killing Joke kamen mir nämlich bislang im Zusammenhang mit Eagulls weniger in den Sinn… obwohl: vielleicht doch, zumindest jetzt, mit „Love Like Blood“.
Und damit wären wir auch schon bei den Problemen, die ich mit „Eagulls“ habe. „Love Like Blood“ fand ich seinerzeit super, doch auf dem Weg der Annäherung daran haben Eagulls die von mir einst so geschätzten Stärken streckenweise aufgegeben und sich mehr in Richtung einer stadionkompatiblen Punkkapelle entwickelt. Dabei setzen sie eher auf Pathos als auf Verspultsein, was für die Abverkäufe dienlich sein mag und für die Band sicher ein gelungener Schachzug ist. Leider kommt dabei aber am Ende – eben im Gegensatz zu der hervorragenden EP und „Council Flat Blues“ – nur ein amtliches, durchaus gut hörbares, aber eher unauffälliges Punkalbum heraus.




er hat „amtlich“ gesagt!
voll krass, gell.