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CEO – WONDERLAND

Nirgends klingt ein „HARAKIRI“ so lieblich wie auf „WONDERLAND“ von „CEO“. Feengleiche Chöre, schmetterlingshaftes Klavier und jede Menge Sonnenschein und Wellenrauschen heißen den Hörer willkommen und stimmen ein auf ein Album, das mit psychedelischem Cover verspricht, was es hält: entrückte, teilweise sphärische Klänge und ein gutes Gefühl. Songs wie „jUjU“ arbeiten ebenfalls sehr viel mit natürlichen Klängen und organischen Gesängen, die mehr an Begleitung denn an Hauptakt erinnern. Ohne viel Reibungsverlust fließen knapp drei Minuten vorbei. Wesentlich konkreter wird dann „MIRAGE“, auch wenn dessen eingängiger Pop sich der alten Welt der ersten drei Songs nicht verschließt. Immer ist Eskapismus dabei, wer vor verflossener Liebe fliehen oder in neue flüchten möchte, ist bei CEO genau richtig. Es fließt, es glitzert, keine Wolke am Himmel. Eric Berglund, Schwede und früher Mitglied des Elektronikduos The Tough Alliance, ist auch auf seinem zweiten Album durchaus poppig – und wir wissen: In Schweden ist Pop kein Schimpfwort. Vielleicht ist es auch der Göteborger Sommer mit seinen langen Abenden, der das Album geprägt hat, auch wenn Songs wie „OMG“ ein wenig weihnachtlich sakral anklingen. Für ein Meisterwerk fehlt ein Stück mehr Spannung und ist zuviel Gefälligkeit und zuwenig vom Upbeat des Vorgängers, dennoch: Das Album ist klasse. Vor allem die erste Single „WHOREHOUSE“ macht richtig Spaß und ist Dancefloor pur. Die Arme in der Luft geschwenkt und Luftschlangen gepustet. Kleine Momente des Glücks – eingefangen in acht Tracks.

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