Rob LynchAll These Nights In Bars Will Somehow Save My Soul
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Label:
Grand Hotel van Cleef
VÖ:
22.11.2013
Referenzen:
Frank Turner, Dave Hause, Chuck Ragan, Rocky Votolato
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Autor: |
| Paul Crone |
Singer-Songwriter mit einem deutlichen Hang zu Kneipenbesuchen haben derzeit Hochkonjunktur. Auch Rob Lynch ist so jemand und hat sein Debüt kurzerhand „All These Nights In Bars Will Somehow Save My Soul“ genannt. Doch keine Sorge, abgedroschen ist anders, verpackt Lynch seine Anliegen glücklicherweise in ehrliche, augenzwinkernde und gleichzeitig auch nachdenkliche Songs. Wessen Stimme sich noch so unverbraucht anhört, der darf sich sicherlich noch die eine oder andere Runde an der Theke genehmigen.
Die erste Parallele zu Frank Turner, der sich bekanntermaßen gerne mit Freunden im Pub austobt ist gegeben, weitere werden folgen: Nicht nur, dass Rob Lynch ein bisschen so klingt, als wäre er bei Turner in die Lehre gegangen („My Friends And I“) und ähnliche Vorstellungen von Abendgestaltung besitzt, auch lassen die Themen der Songs darauf schließen.
Lynch besingt wie der „Wessex Boy“ Frank Turner seine Heimat („Stamford“), bietet auf seinem Debüt allerlei Mitgrölhymnen („Broken Bones“) und lässt in gefühlvollen Balladen über den Tod seines Vaters („Blame“, „Some Nights“) tief blicken. Alles schon einmal da gewesen, kein Zweifel. Doch vorwerfen kann man es dem Newcomer nun auch wieder nicht; das würde Lynch einfach nicht gerecht.
Der Engländer liefert ein grundsolides Erstlingswerk ab, das musikalisch zwar teilweise ein wenig holprig klingt und nicht durch besonders ausgefallene Instrumentierung besticht, aber es auch nicht muss. Denn die Gitarre, die höchstens durch Glockenspiele, Klavier, Bläser („Hand Grenade“) und ein bisschen Rhythmus sekundiert wird, reicht vollkommen aus.
Dabei klingt Lynch so sympathisch, dass man gerne dabei wäre, wenn er seinen Seelenfrieden in irgendeinem Londoner Pub inmitten seiner Freunde sucht – und wahrscheinlich auch findet. Rumgrölen und Trinken mit der passenden Untermalung, oder wie Lynch es formuliert: „Tonight we forget our problems, but in the morning we can work them out“.


