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Empfehlung: Gonjasufi

Willkommen in der Welt von Gonjasufi! Hier steht alles Kopf, die Schwerkraft ist abgeschwächt, alles liegt zerbrochen und zusammengekehrt auf dem Boden. Schönklang in der Musik gibt es nicht, es herrscht Chaos und Wildheit vor, die es notdürftig im Zaum zu halten gilt.

Gonjasufi ist in dieser Welt der Großmeister, sortiert er doch akribisch abseitige HipHop-Beats, krumme Psychedelik und Schatten aus Geräuschkulissen wie kein anderer. Manchmal malt er nebenbei indische Mandalas aus, was ihn ein bisschen schludern lässt, so dass seine zusammengeschusterten Songs bei aller Hingabe immer noch wie ein Flickenteppich diverser Ursprungsfetzen erscheinen. Und seine Stimme erst! Eine großporige Mischung Waits’scher Trunkenheit und rauer Waldschrat-Attitüde, die den Songs etwas Mythisches und Unheimliches verleiht. Mag das bei bei „She’s Gone“ oder „Sheep“ noch recht eingängig ausfallen, ist der Rest von „Sufi And A Killer“ ein Triumpfzug des Experiments. Verzerrte Gitarren, zerschredderte Gesänge, musikalische Dornen – selbst eine Singleauskopplung wie das famose „Kowboyz & Indians“ beweist nur, dass die Gonjasufi-Welt in bejammernswertem Zustand ist. Wichtige Bausteine des konservativen Musikverständnisses fehlen, die anderen sind brüchig. Es wimmelt hier nur vor blöden Geräuschen, schwachsinnigen Beats oder verbogenen Schlagzeugrhythmen. Ein herrlich kopfloser, von allem befreiter Trümmerhaufen Musik.

Link: Warp

„Sufi And A Killer“ erscheint am 12. März via Warp.

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