
Aber nochmal zur Rekapitulation: Die schottische Band um Frances McGee und Eugene Kelly existierte von 1986 bis 1990 und hinterließ in dieser kurzen Zeit zwei EPs und ein Album, auf denen sie Punkspirit, Hippiepsychedelic und Kinderliedermelodien zu so unvergesslichen Popsongs wie „Molly’s Lips“ oder „Jesus Don’t Wants Me For A Sunbeam“ verschrammelten. Und so wie in wirklich jedem anderen Text über diese Band darf natürlich auch hier nicht unerwähnt bleiben, dass ein Großteil ihres heutigen Mythos darauf gründet, dass ein gewisser Kurt Cobain sich zu Lebzeiten als ihr größter Fan ausgab, drei Songs coverte und sogar seine Tochter nach Sängerin Frances benannte. Da die Vaselines beim Erscheinen von „Nevermind“ 1991 aber bereits Geschichte waren, blieb ihnen größerer Erfolg leider trotzdem verwehrt.
Im Sommer letzten Jahres kam es dann auf dem SP20 Festival zu einem überraschenden Reunion-Konzert, das wohl auch den endgültigen Anstoss für die jetzige Neuveröffentlichung von „Enter The Vaselines“ gab. Das Album erscheint am 8. Mai via Sub Pop (Cargo), ein paar Tourdaten (leider nicht in Deutschland) stehen auch schon bereit.