Mammút – Karkari
Variationsreich und kraftvoll überrumpeln die elf Songs den arglosen Hörer mit ungezähmten Kilos Melodien. „Karkari“ ächzt unter dieser Last und lässt besonders „Geimþrá“ und „Rauðilækur“ glänzen. Überhaupt sind Mammút immer dann am besten, wenn die druckvollen Gitarren laut durchschwingen. Immer dann, wenn die sie sich den Mantel der Unnahbarkeit überstreifen. Mitgröhlen ist erlaubt. Luftgitarre spielen sowieso. Mehr davon? Jederzeit gerne.
Label: Record Records
Spieldauer: 32:38 Min
Referenzen: Dover, Smoke Blow, 90er Rock, Audrey, Björk
Links: MySpace
VÖ: 27.08.2008 (Island-VÖ / Internationale Veröffentlichung steht noch aus)
Reykjavik! – The Blood
Auf ihrem Zweitling geht es mächtig zur Sache. Zwar nie ernsthaft an der Schwelle zur Unhörbarkeit, aber jederzeit angehackt, vertrackt und ruppig. Die Gitarren gleichen Rasierklingen, die Drums sträuben sich störrisch gegen die Gradlinigkeit und die Vocals laufen wie aufgescheuchte Hühner hin und her. Nur zwischendurch gibt es diese kleinen Ruhepole – oder wenigstens kleine Hinhörer, die mit feinen Synthiemelodien die Kontraste perfekt auffangen, bis wieder hinterlistig draufgeknüppelt wird. „THE BLOOD“ hat Wut in den Fäusten, ist loyaler Freund, Rüpel und Aktivist für eine bessere Welt gleichermaßen. Unbeirrbar seinem eigenen Weg folgend. Und solange noch Blut fließt, ist mit Reykjavik! auch noch in Zukunft zu rechnen.
Label: Kimi
Spieldauer: 41:07 Min
Referenzen: JR Ewing, Lack, At The Drive-In, Mínus, Blood Brothers, Gavin Portland
Links: MySpace
VÖ: 14.01.2009