Nun gibt es da aber noch diesen Kosmopoliten Fabia Parrinello. Ein 30jähriger Songwriter aus Palermo, der sich nicht ohne Bedacht nach einem Nick Drake-Song benannt hat. Schwermütig und schwergängig schleppt er sich durch seine Songs, die wenig vom sonnigen Gemüt Süditaliens abbekommen haben. Er murrt, brummt (hat da jemand Crash Test Dummies gesagt?) und kämpft mit Piano, Geigen und Akustikgitarren die Liebe nieder. Textlich nicht immer wirklich tiefsinnig, aber privat und gefühlsbetont (im guten Sinne). Nur manchmal gibt er sich frühlingshaft weitläufig und reißt die Regenwolkendecke vom Himmel.
Überhaupt ist seine variable, aber immer dunkelgebräunte Stimme das große Pfund dieser Platte, die aber auch mit instrumentaler Vielseitigkeit punktet, ohne dass Opulenz ihr im Wege ständ. Meist eher düstere Songs mit bedrückender Langsamkeit vorgetragen sind das Metier dieses Italieners, der mit seinem Zweitling „Rhaianuledada (Songs To Sissy)“ (für die Korrektheit des Titels kann an dieser Stelle keine Gewähr übernommen werden) durchaus Potenzial ausspielt.
Album: „Rhaianuledada (Songs To Sissy)“ VÖ 23.01. | allerdings schwer erhältlich – wir empfehlen die Bestellung beim Label für 12 Euro + spese di spedizione
myspace: Black Eyed Dog
Download: „Salina’s„