Musik ins Auge | Der Musikvideo-Roundup (Oktober IV)


Kopie frisst Kontext. Zumindest, wenn man dabei faul und/oder dreist vorgeht, Texte und Bilder ohne jegliche Information, die auf ihren Ursprung deutet, weiterverbreitet, bis diese am Ende nur noch schwer nachvollziehen sind.

Vielleicht um diesem Problem zu entgegnen, eröffnet in letzter Zeit eine Beschriftung auffällig viele Musikvideos mit dem Songtitel oder dem Namen der für die Musik oder auch für die Regie Verantwortlichen – so auch viele unserer dieswöchigen Favoriten und sogar noch mehr derjenigen, die es nicht in die Endauswahl schafften. Grund für die scharfe Konkurrenz sind diesmal gleich zwei extrem deftige Clips, bei denen Kinderspielzeug („Vengeance Rhythm“) und Knetzombies („Mr. Frosty Man“) mit mehr Blut, Hirn und Gedärmen um sich spritzen als so ziemlich alle Splatterfilme außer „Braindead“.

In Tom Scharplings Clip für Nude Beach kommt zwar auch ein Bildschirmtext zum Einsatz, jedoch wie sich bald offenbart zum komödiantischem Effekt. Außerdem gibt es sagenhafte Gesichtskunst von Young Rival und Minifilme bei Clock Opera und Adam Faucett, wobei gerade Letzterer in seiner starken Cineastik sich eine eröffnende Titelschrift wahrlich verdient hat.

Adam Faucett – Blood Is Blood

Regie: Frank Donnangelo

 

Two Fingers – Vengeance Rhythm

Regie: Chris Ullens

 

Nude Beach – Some Kinda Love

Regie: Tom Scharpling

 

Young Rival – Two Reasons

Regie: Young Rival

 

Clock Opera – The Lost Buoys

Regie: Ben Strebel

 

Sufjan Stevens – Mr. Frosty Man

Regie: Lee Hardcastle

 

Ein Kommentar zu “Musik ins Auge | Der Musikvideo-Roundup (Oktober IV)”

  1. […] mit Retro-Appeal in dieser Woche. Außerdem gibt es das zweite amüsante Video von Tom Scharpling in Folge, einen flotten Dreier in Paris von Zoé Cassavetes (in der Tat Johns Tochter), Natur im Zeitraffer […]

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