Beathaka! Alle lieben Tyler

Alles neu macht der Mai. Und so machen sich gleich mehrere Künstler dran, dem ollen HipiHopi einen neuen Anstrich fürs Frühjahr zu verpassen. Seit geraumer Zeit ist die Sache raus, dass Tyler, The Creator im Mai sein zweites Album „Goblin“ droppen wird.

Der aktuelle Hype lockt natürlich diverse Gestalten, die den Jungs einen Vertrag unter die Nase halten und eine Unterschrift mit Eigenblut verlangen. Unter anderem will Bad Boy die Crew in seinen Stall locken. Und da P. Diddy weder Kosten noch Mühen scheut, organisierte er auf Verlangen ein Treffen mit Justin Bieber. Irgendwer hat da den Witz offenbar nicht verstanden. Die Kernpunkte zum Thema Signing sind aber auch schon seit geraumer Zeit raus. „It’s like Nicki Minaj with dicks.“

Während sich nun die gesamte Blogsphäre nur noch um Odd Future dreht, werkeln allerdings andere fleißig an ebenso heiß erwarteten Nachfolgern. Mit Curren$y bringt ein anderer Heugabel-Liebling gemeinsam mit Alchemist eine EP für lau raus. „Covert Coup“ heißt das gute Stück und ist nun als Gratis-Download erhältlich. „Scottie Pippen“ gab es als Vorboten, der wartet mit Freddie Gibbs als Feature und einem mehr als tauglichen Beat auf. Eine Gourmet-Vorspeise für die kommenden Projekte von Curren$y, die er für 2011 angekündigt hat.

Die komplette EP gibt es hier.

Weit wenig Appetitliches serviert Brother Ali als Kellenschwenker im aktuellen Clip von Atmosphere. Der Track dazu ist schon weit knuspriger. Die zugehörige Platte nennt sich „The Family Signs“ und erschien vor ein paar Tagen. Wir sind angezapft, aber vorerst nur mit Stückchen gefüttert.

Ebenfalls aus dem Stall von Rhymesayers kommt die neue Platte von Blueprint. Der Vorabtrack ist wesentlich spannender als der von Atmosphere. Hat aber leider keine Kantine. Dafür einen gescheiten Beat und einen Blueprint in Bestform.

Welchen Fraß es bei den Black Eyed Peas in der Schule gibt, ist derweil noch nicht bekannt. Auf der Peapod Adobe Youth Voices Academy kann man ab Juli Unterricht nehmen und sich die Produktion von Musik und Videos näher bringen lassen. Finde den Widerspruch.

Vielleicht sollte sich Lil B trotzdem dort einmal blicken lassen. Dann wäre er vermutlich nicht auf die Idee gekommen, sein nächstes Album „I’m Gay“ zu nennen. Die Organisation GLAAD (Gay & Lesbian Alliance Against Defamation) reagiert zunächst mit Skepsis, aber auch ein wenig Hoffnung. Allerdings dürfte es sich mehr um einen schlechten PR-Gag handeln, um Aufmerksamkeit zu kassieren. Ein Statement würde anders aussehen.

Jean Grae gehört leider immer noch zu den unterschätztesten EmCees. Da bleibt nur zu hoffen, dass ihre kommende Platte „ Cookies & Coma“ endlich mal mehr Aufmerksamkeit erntet. Schließlich sorgte sie für die besten Momente auf der letzten Talib Kweli und auch Pharoahe Monch gab sie ein paar Zeilen für „W.A.R.“, die sich nicht verstecken brauchten. Vorab gibt es „R.I.P.“, dessen Unterbau von Ski Beatz stammt. Dicken Flow gibt es da nicht, der Kopf nickt aber trotzdem mal mit, die alte Hirnhaltehöhle.

Auch die Beastie Boys schicken sich an, in den nächsten Tagen endlich ihre neue Platte „Hot Sauce Comittee Pt. 2“ zu veröffentlichen.  Mit „Make Some Noise“ ist ein erster Freund der Überspitzen unterwegs im Netz, auch wenn das mal wieder nicht alle mitbekommen haben. Vor geraumer Zeit gab es da aber schon einen Einblick in das neue Werk. „Too Many Rappers“ wartete mit Nas auf und schepperte weit ordentlicher als Muttis Küchenschrank. In welcher Version der Track auf der Platte sein wird, ist jedoch nicht bekannt. Das Eis schmilzt uns angesichts dessen trotzdem schon mal in der Waffel.

Beat 4 2 weeks:

Dass es im Kingdom brodelt, ist jetzt nicht so die Erkenntnis. Dass im Roster von Big Dada sich seit einiger Zeit etwas tut, auch nicht. Daher nun vollkommen erkenntnisbefreit der Hinweis auf Bang On!, der selbst im britischen Pub für Begeisterung sorgt. Reimsport der guten Sorte eben. Auch ohne Erleuchtung.

Ein Kommentar zu “Beathaka! Alle lieben Tyler”

  1. Pascal Weiß sagt:

    Björn, tolle Umsetzung der Idee, gefällt mir sehr gut. Jetzt haben wir endlich was für die Leser, die – zurecht – angeregt haben der Hip-Hop würde auf diesen Seiten manchmal etwas zu kurz kommen;) Weiter so!

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