Rhymemonster 2011

Rhymemonster 2011

Was geht’n noch, 2011?

Der Paukenschlag von Kanye dröhnt immer noch in den Ohren, doch die Zeit frisst Meistwerke gnadenlos. Das Jahr eins nach „My Beautiful Dark Twisted Fantasy“ ist bereits jetzt auf gutem Wege, ebenso viele dope Beats abzuwerfen wie sein Vorgänger: Denn kaum ist das Jahr vier Wochen alt, steht Madlib schon mit der ersten Veröffentlichung ins Haus. Zum elften Mal perlt die „Madlib Medicine Show“ durch die Kopfhörer. Für die neueste Ausgabe hat der Haus- und Hofproduzent von Stones Throw 28 Tracks auf Platte gebannt; darunter finden sich Features von Guilty Simpson, Oh No und MED. Erscheinen wird das Ganze am 28. Januar.

Einen Vorgeschmack gibt es hier:

 
Supreme Team (Madlib & Karriem Riggins)

Peanut Butter Wolf war auch über die Feiertage aktiv und brachte zum Anfang des Jahres einen Podcast raus, auf dem er die kommenden Veröffentlichungen von Stones Throw präsentiert. Direkt startend mit zwei Tracks von Madvillain, die in die Spur des Übermeilensteins „Madvillainy“ fahren. Ein Veröffentlichungsdatum gibt es bisher jedoch nicht, angepeilt ist der April.

Doch nicht nur in L.A. drehen sich die Räder weiter. Die Boxen pumpten erst vor wenigen Monaten „Album Of The Year“ von Black Milk, da geistern bereits die ersten Gerüchte um Studioalbum Nummer sechs in diesem Jahr durch die Runde. Doch nicht nur das, Black Milk verkündete selbst via Twitter, dass die Platte von Random Axe abgemischt sei. Der Zusammenschluss des EmCees und Produzenten aus Detroit mit Sean Price und Guilty Simpson steht seit längerem auf der Liste und wird nun offenbar in den nächsten Monaten offiziell erscheinen. „Monster Babies“ ist auf jeden Fall schon einmal eine extrem tighte Angelegenheit.

Nach dem eher leicht enttäuschenden Reflection-Eternal-Aufguss droppt auch Talib Kweli eine neue Platte mit dem Titel „Gutter Rainbows“ am 28. Jänner. Vorab gibt es „Cold Rain“ zum kostenlosen Download, das ein paar Beats auf eine Piano-Line putzt und seine Hooks ein wenig unter den Teppich kehrt.

Bereits im letzten Jahr bloggten wir über den Grime-Jungspross DELS, doch der gute Mann hat wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient. Mittlerweile ist „Trumpalump“ draußen (im „MP3-Alarm“ gibt es einen kostenlosen Remix), das eine ganze Ecke zickiger ist als der Kopfnicker „Shapeshift“. Trotzdem bleibt der Eindruck, dass da im April was verdammt Gutes kommen wird.

Am fünften April werden die Rhymesayers dann auch wieder mit ins Horn stoßen, wenn Blueprint auf dem Label sein Soloalbum „Adventures In Counter-Culture“ veröffentlicht. Der Rapper und Producer, der sonst bei Soul Position den Frontmann gibt, hat schon einmal „Radio-Inactive“ auf den Weg geschickt, das irgendwie auf einem scharfen Beat tanzt. Der Track ist entstanden, nachdem Blueprint zu einem Radiosender eingeladen wurde und dieser sich weigerte, auch nur überhaupt irgendeinen Track von ihm zu spielen. Immerhin ließen sich die Radioleute letztlich dazu überreden, wenigstens eine B-Seite aufzulegen. Das Telefon klingelte im Studio und die Zuhörer gaben Propz an Richtung Blueprint und die Nummer. Also fuck the radio und werft ein Ohr auf „Radio-Inactive“.

Desweiteren erwarten wir mit Hochspannung das Durchbruchsalbum von J. Cole (vermutlich Ende März) und die Debüts von Das Racist und Curren$y (dessen aktuelles Mixtape ist eher wenig gehaltvoll). Das Anti-Pop-Consortium-Mitglied Beans droppt sein Solowerk im Februar, ein sprödes Ding via Anticon mit viel Durchschnitt und einigen herausragenden Singletracks, was auch auf die Veröffentlichung von Serengeti & Polyphonic (auch Anticon) zutrifft, die in Europa Ende Januar einheitlich erhältlich ist und wieder so kleinteilig und „leftfield“ ist, dass sie eigentlich fast aus den Genregrenzen stolpert. Was jedoch nicht auf die Kollaboration zwischen Jay-Z und Kanye West zutrifft, an der man in allen Medien wohl nicht vorbeikommen wird.

Ein Kommentar zu “Rhymemonster 2011”

  1. kevin sagt:

    Keep in mind: Mac Miller & Ghostpoet

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