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Tweak Bird – Future Stoner?

Tweak Bird - Future Stoner?Zwischen Kyuss, Black Sabbath und der japanischen Flower Travellin’ Band  (fällt euch bei diesem Cover was auf?) – das Geschwisterpaar von Tweak Bird legt gut zehn Jahre nach den ersten gemeinsamen Proben ein in wenigen Tagen eingespieltes Debütalbum vor, das man sich so erst mal trauen muss.

Dabei mag die knapp bemessene Spielzeit von 27 Minuten bei 10 Songs einen gewissen Minimalismus suggerieren, doch dies ist nur bedingt der Fall: Trotz simplen Songaufbaus und häufig ähnlicher, vorhersehbarer Songstrukturen klingt das ambivalente „Tweak Bird“ ungewöhnlich fremd. Die Basis bilden wie in den beiden Anfangsstücken “The Future” und „Light In Lines” staubtrockener Stoner-Bluesrock, eingängige Baritongitarrenriffs und muskelbepackte Drums. Doch während all das noch nach halbwegs gängigen Strickmustern abläuft und etwa an frühe Queens Of The Stone Age erinnern mag, wird man erstmals bei dem darauf folgenden, etwas arg verspulten „Round Trippin’“ aufmerksam.

Beim großartigen “A Sun / Ahh Ahh” hat dann ein wie wild aufgehetztes Saxophon, sicherlich eine der Attraktionen dieses Albums, seinen ersten Auftritt – eine eigenwillige aber ganz und gar gelungene Kombination aus Stoner Rock und Jazz, in dieser Form auch eher selten gehört. An „Tunneling Through“ hingegen dürften sogar Metalfans ihre Freude haben, und um den Hörer dann endgültig an der Nase herumzuführen, ist vor dem sphärischen, mit gut sechs Minuten ungewöhnlich langen „Distant Airways“ und dem wieder auftauchenden Saxophon in ”Flyin’ High” sogar Platz für ein psychedelisches Flötensolo – wohl so ziemlich das Letzte, was man hier erwartet hätte.

Dass bei dieser verdutzenden Fahrt so mancher auf der Strecke bleibt, verwundert nicht. Einige Male hat das Duo in den letzten Jahren versucht, die Band aufzustocken – vergebens. Am Ende sind sie immer wieder bei sich und ihrer familieninternen Vision hängen geblieben, vieles läuft intuitiv ab zwischen den beiden. Wie das unter Brüdern eben auch sein kann: Man kennt sich, man schätzt sich. Und verlässt sich aufeinander. Ganz ohne Hilfe geht es aber doch nicht: Live zeigt sich John McCowen für die Saxophon-Eskapaden verantwortlich und bei der Produktion wurde auf die Dienste von Dale Crover (Melvins) und Toshi Kasai (Big Business) gesetzt.

“Tweak Bird” ist am 27.08. via Souterrain Transmissions (Rough Trade) erschienen.

Links: MySpace | Souterrain Transmissions


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