Empfehlung: Tall Firs

tallfirsZurückgelehnt und entspannt kommen Tall Firs daher mit ihrem leicht queren Folk aus New York. Aufgenommen im Echo Canyon ist ihr zweites Album „Too Old To Die Young“ voll mit eingängigen Melodien und Sprachfetzen. Bemerkenswert ist der Einsatz von elektrisch verstärkten Instrumenten, die einen manchmal an Pavement denken lassen. Geschlossen kommen sie daher, leisten sich keine Schnitzer; Gitarrenausflüge werden ziemlich schnell vom Schlagzeug und den Stimmen wieder eingeholt. Tall Firs versuchen erst gar nicht die Waldkäuze raushängen zu lassen. Es ist das Gefühl in der Innenstadt zu stehen, wenn sich die Sonne hinter den Großbauten doch noch einmal blicken lässt und Fenster in glühendes Hell setzt. Genau in diesem Moment, in dem elektrisches Licht so unglaublich künstlich und verkrüppelt wirkt. Der Weg führt über das Pflaster fort, die letzten Menschen werden von Häusern ausgekotzt und verschwinden wie irritierte Fliegen im Zick-Zack. Der leere Raum wird entspannt für Musik genutzt. Und es bleibt das Gefühl des vollkommenen Fertigseins.

„Too Old To Die Young“ erschien 2008 bei Ecstatic Peace.

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