prefuse11Eiskalte Beats sausen durch die Songs. Vorwärts. Rückwärts. Instrumental HipHop, in 29 Stücke zerschreddert, alles innerhalb von knapp 50 Minuten. Und dazu noch ein Albumcover, das so gut zur Musik passt wie kaum ein anderes dazu in der Lage gewesen wäre. Doch das Ganze kann nur mehr als Klangwelt verstanden werden, dafür werden zu viele Fäden aufgehoben und gleich darauf wütend als Wollknäuel in die Ecke gedonnert. Hier wabert alles, dort kriecht Dir ein Beat entgegen, in der anderen Ecke fliegt ein Flummi auf und ab. Dabei wandert der Blick über technoide Ruinen und verbrannte Computer. Auf dieser Scheibe wuseln im Hintergrund allseits die Elektroelfen, tauchen mal zwischen den Beats auf, um dann unter selbigen wieder begraben zu werden. Wer mit einem aufgeschlossenen Ohr eine Herausforderung sucht, ist hier genau richtig. Und der Amerikaner Guillermo Scott Herren nimmt diese mit Kusshand an und hat nun bereits sein mittlerweile sechstes Album unter dem Namen Prefuse 73 veröffentlicht. „Everything She Touched Turned Ampexian“ heißt das gute Stück und ist kürzlich bei Warp Records erschienen. Zudem habt Ihr diesen Sommer gleich zweimal die Chance, Prefuse 73 live zu bewundern: Einmal in Düdingen (CH) am 20. Juli und auf dem Open Source Festival in Düsseldorf am 25. Juli.

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