telepathe

Das schon seit über einem Jahr als legaler Download im Netz kursierende „Chrome´s On It“ war schlicht ein wahrer Hit, überhaupt keine Diskussion. Sogar so überzeugend, dass sich niemand Geringeres als Dave Sitek (TV On The Radio) als Produzent für das Debüt von Telepathe aus Brooklyn zuständig zeigen sollte. Dieser Beat, diese Wucht, völlig catchy und direkt raus. Sogar Kyp Malone (ebenfalls TV On The Radio) konnte wenig später für das Zusteuern von Gastvocals gewonnen werden. Dem noch nicht genug, passt die Band auch noch wie Arsch auf Eimer in die gerade so angesagte DIY-Bewegung. Somit schien alles perfekt eingefädelt zu sein für den ganz großen Wurf. Doch während der Opener „So Fine“ sogar noch fast die Qualität des oben genannten Songs halten kann, verzettelt sich die Band danach in vollkommener Belanglosigkeit. Dass man sich im Moment gern an Gang Gang Dance orientieren möchte, sei ihnen ja noch verziehen, aber wo verstecken sich all die Melodien oder die gewitzten Momente, die  für eine experimentell ausgerichtete Band wie Telepathe so unabdingbar vonnöten gewesen wären? Selbst nach dem fünften oder zehnten Hören  bleibt absolut nichts Nachhaltiges haften, dass sie von Genre-Kollegen abgrenzen würde. Große Teile von „Dance Mother“ stolpern einfach lustlos vor sich selbst her, ohne dass auch nur irgendwas Aufsehenerregendes passiert („In Your Line“, „Devil Trident“), auch „Trilogy“ wäre trotz doch vereinzelt brauchbarer Ideen nicht nötig gewesen. Wenn dann auch noch Songs den Titel „I can´t stand it“ tragen, muss man ihnen zumindest in diesem Punkt Recht geben. Schade, Potential war sicherlich vorhanden.

3.7 / 10

Label: V2 / Cooperative / Universal

Links: Homepage, MySpace

VÖ: 30.01.2009

Ein Kommentar zu “Short Review: Telepathe – Dance Mother (2009)”

  1. Sven sagt:

    Quoten-Verriss? Ne, die ist wirklich nicht stark. Wie du sagtest: schade drum.
    Chrome’s On It wird SA trotzdem wummern.

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