Empfehlung: Harlem Shakes

harlemshakesSie klingen, als hätten sich Clap Your Hands Say Yeah endlich einen Sänger gekauft. Ungehalten tankt man sich durch die verdutzte Menge mit dem breitesten Grinsen im Gesicht, seitdem Beck Werbebande für Scientology spielt und Wolf Parade mit ihrem Gerümpel-Laster im Graben stecken. Sie klingen nach Spaß und Unterhaltung und das auf einem Niveau, was man sich gerne gefallen lässt.

Die Jungs aus New York scheinen allwissend. Sie haben sich quer durch den Indiepop ihres nördlichen Nachbarlandes gehört, sie haben zum Wave-Punk ihrer Heimatmetropole exzessiv getanzt, sie schunkelten zu Neutral Milk Hotel und mögen, na klar, auch Melodien britischer Prägung – obwohl sie durch und durch amerikanisch sind. Mit großen Löffeln haben sie sich durch die aktuellen Indie-Releases der letzten beiden Jahre geschaufelt oder besitzen zumindest einen rapidshare-Premiumzugang. Denn zum Plattenladen-Ausrauben sind sie eindeutig zu nett.

In ihrem Sound steckt so ziemlich alles drin, was sich auf die Schnelle hinbasteln ließ. Mehr noch: Diese Band hat Euphorie, Variabilität, Spielfreude und die richtigen Kontakte: Sie tourten mit Deerhoof, Vampire Weekend und Beirut – ihr Debütalbum „Technicolor Health“ hat Chris Zane (Les Savy Fav, The Walkmen, Passion Pit, White Rabbits) produziert, womit auch noch die letzten Referenzbands im Maxipack angerissen sein dürften…

Das Debüt-Album erscheint Mitte März und dürfte den myspace-Teasern zu urteilen ein schmackhafter, cleverer und  eingängiger Singalong-Diner sein. Guten Hunger!

Link: Harlem Shakes-Homepage

7 Kommentare zu “Empfehlung: Harlem Shakes”

  1. Philip sagt:

    hab ich letztens auch mal auf myspace entdeckt, klingt auf jedenfall sehr interessant. bei dem produzenten allerdings auch kein wunder

  2. Felix sagt:

    Hörten sich vor vier Jahren noch so an wie The Strokes. Aber man muss ja mit der Zeit gehen ,-)

  3. dominik sagt:

    danke für den tipp!!! das album scheint was zu können ;)
    „sunlight“ macht schon nach einer umdrehung gute laune.

  4. Markus sagt:

    der Künstler heißt: Jules De Balincourt: Blind Faith & Tunnel Vision (2005)

  5. dominik sagt:

    und die haben definitiv ein bisschen Neutral Milk Hotel gehört! ;)

  6. Bastian sagt:

    und Songs schreiben können sie, wie mir scheint, auch.

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