Das Team:

Die Austragungsstätte:

Der Grund:

Die Planungen waren lange abgeschlossen, das Zugticket schon in der Tasche. Es sollte ein Wochenende werden, das seinesgleichen sucht: Am Freitag TV On The Radio in der Kulturkirche in Köln, dann in Aachen übernachten, um am Samstag Nachmittag die Reise nach Antwerpen anzutreten, wo einem mit Chad vanGaalen und Women sicherlich großes Kino geboten würde. Die optimale Abwechslung also, so kurz vor Abgabe der Diplomarbeit. Und während noch frohen Mutes per Telefon mit den restlichen Leuten, die sich mit auf den Weg machen wollten, die letzten Planungen und Zeiten abgesprochen wurden, klingelte innerhalb einer Minute gleich dreimal das Telefon, das Email-Fach blinkte ebenfalls. Die Nachricht war immer ein- und dieselbe: „Das Konzert von TV On The Radio fällt wegen Krankheit aus.“ Kurzfristig waren wohl alle Beteiligten ziemlich niedergeschlagen, hatte nicht zuletzt Richard mit seiner Vision, eine großartige Band inmitten der Kulturkirche zu erleben, während von oben dicke Schneeflocken vom Himmel fallen, die Erwartungen ziemlich emporsteigen lassen. Aber wie das immer so ist mit den Versprechungen, „Weiße Weihnachten“ und so…

So wurden die Planungen kurzfristig geändert, KSC-BVB in der Dorfkneipe, draußen nasskaltes Wetter, anstatt TV On The Radio in der Kulturkirche und dem Anblick sanft zu Boden fallender Schneeflocken. Aber so schnell ließen wir uns nicht unterkriegen, noch stand ja ein großes Ereignis bevor. So traf ich mich am nächsten Morgen, noch leicht müde, mit Andi (die) und Andi (der) an der S-Bahn-Haltestelle der Uni Dortmund, kurz später sollten wir Sven am Hbf treffen, um dann zusammen nach Köln zu fahren. Der weitere Plan: Mit dem ICE nach Brüssel, am Aachener HBF würde Richard die Gruppe komplettieren, von Brüssel dann per IC nach Antwerpen. Puh, wie Ihr seht, ein ziemlich optimistisches Vorhaben, vor allem, wenn die Bahn im Spiel ist. Die Verdopplung der planmäßigen Fahrzeit ist bei denen ja nun wahrlich nichts Aufsehen Erregendes. Aber wir wollten es zumindest versuchen, von der planmäßigen Ankunft am Antwerpener Hbf bis zum Konzertbeginn war schließlich ein Puffer von drei Stunden eingeplant…

A propos Bahn, wusstet Ihr, dass ihr Euch bei einer Online-Bestellung freischalten lassen müsst? Und nicht, wie Ihr jetzt denken mögt, per Bestätigungs-Link in der Mail, nein, Ihr müsst denen per Post einen Brief zukommen lassen! Warum das dann den Namen Online-Bestellung trägt, weiß wohl nur die Bahn selbst, wenn überhaupt. Aber gut, lassen wir das, es führt eh zu nichts. Dieses Mal aber sollten wir tatsächlich Glück haben, die Fahrt verlief völlig reibungslos, kurz noch einen kleine Stadtbummel durch Köln, dann waren wir auch schon in Brüssel. Richard gönnte sich sogar während der Fahrt den Luxus und bestellte das Special-Angebot, eine hoffentlich vorher einmal warm gewesene Currywurst und ein 0,5er Becks, heute vermutlich 50% billiger, nur 5,50 Euro.

In Brüssel angekommen, suchten wir sogleich einen Supermarkt am Bahnhof. Besser ausgedrückt: Wir suchten den Eingang, vergeblich. So gingen wir zurück in die Bahnhofshalle und fanden zumindest dort einen Kiosk mit gekühltem, bezahlbaren belgischen Bier. Viel Zeit blieb nicht, es ging zügig weiter. Pünktlich um sechs Uhr erreichten wir Antwerpen, mehr als gut gelaunt und in gespannter Erwartung, was der Abend uns denn noch so bescheren wird. Das erste Problem war schnell gefunden: Die ausgedruckten Google-Stadtkarten sahen auf dem Papier so einleuchtend aus, wir mussten schließlich nur nach Osten. Nunja, an der Sonne konnten wir uns nicht mehr orientieren. So bewunderten wir eine Weile die gigantische Eingangshalle des Bahnhofs, bevor der anscheinend mehrsprachig aufgewachsene Richard alle nur erdenklichen Leute nach dem Weg fragte. Er vertraute erstmal auf die Worte des Müllmanns…

7 Kommentare zu “Auf Touren: Die Tour nach Antwerpen (22.11.08) – Teil 1”

  1. Rinko sagt:

    Cool, der Sänger von den Vines ist gleich mitgefahren ;)

  2. florian sagt:

    :D

  3. Pascal sagt:

    So, Sven, dann hast Du doch gleich morgen bei den Dodos die einmalige Gelegenheit, dem Rinko mal so richtig einen überzubraten…

  4. Sven sagt:

    Sollte ich wahrnehmen. Wobei… außer dass der Typ wirklich superjung aussieht, und die Zeit an ihm spurlos vorübergeht, kann man denke ich nicht meckern, wenn man mit ihm verglichen wird. Musikalisch… naja immerhin berühmt.

  5. Rinko sagt:

    lol, brillenträger schlagen ist also neuerdings indie-sport ?

    und der vines sänger ist doch ganz gut drauf, ich bin da schon mit weitaus schlimmeren typen verglichen worden. :)

  6. florian sagt:

    dito. jetzt mal ganz ruhig hier. wir sind doch alle freunde.

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