Dont Be Angry

Der Titel und Refrain des abschließenden Stückes hallt wie eine posthume Abbitte weit über seine knapp vier Minuten nach. Er lässt den Hörer noch einmal schmerzhaft bedauern. Was die fünf Kanadierin letztendlich zur Trennung bewegte, weiß wohl keiner so genau, interne Probleme gab es aber wohl zahlreich. So bleibt einem nur das Vermächtnis einer Band, die mit unglaublicher Eleganz einen Zeitgeist transportierte, der aktueller denn je scheint. Die „Thieves EP“ schließt dieses Erbe mit sechs unveröffentlichten Tracks ab.

„I dream of death because i’m dying for attention / And then my hopes soar in my hand and climb up a mountain“ klagt Katie Sketches in gewohnter Elegie auf „Let The Bells Ring“. Schnell beschleicht einen mal wieder die Annahme, man habe es mit der heimlichen Schwester eines gewissen Herrn Morrissey höchstpersönlich zu tun. Würden die kühlen Klänge der Chorus-überlagerten Gitarren nicht gelegentlich vom warmen Sound der Hammond-Orgel kontrastiert werden, bliebe außer der unterkühlten Tristesse nicht viel über.

Die Ep mit der hervorragenden „Grab The Sun“ LP zu vergleichen wäre wohl ein sinnloses Unterfangen, da es sich hier „lediglich“ um eine Ansammlung von Songs aus verschiedenen Zeiten handelt. Somit ist die Platte eher ein Geschenk an die Fans als ein in sich geschlossenes Werk. Neulinge sollten zu einer der vorhergehenden EPs oder direkt zum Album greifen.

8.0 / 10

Label: Mint / Broken Silence

VÖ: 24.10.08

Referenzen: The Smiths, Interpol, The Cure, Metric, Morrissey, Joy Divison, Editors

Spieldauer: 22:23

Links: MySpace

Einen Kommentar hinterlassen

Platten kaufen Links Impressum