Mount KimbieCrooks & Lovers |
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Ein Blick in die Ramschläden der Nation offenbart viel über eine Ästhetik, die längst wie ein Generalbass nicht nur das Prekariat, sondern einen Großteil des privaten Lebens der Deutschen untermalt. Grell muss es sein, etwas kitschig und auf eine schreckliche Weise so gewöhnlich, dass man sich beispielsweise im dänischen Nachbarland wie auf einem anderen Planeten wähnt. Während dort sogar eigene Gratismagazine die architektonische und visuelle Zeitgemäßheit thematisieren, glühen im hiesigen KingBillig besonders die güldenen Accessoires an der Ladenkasse. Ein Phänomen, dass sich auch ebenbildlich in der Musik wiederfindet: Abstrakte Elektronik, buschige Klangwälle und klinische Aufgeräumtheit versprühen immer noch das Parfüm von nerdiger Hochkultur, von sperriger Avantgarde. Berührungsängste sind da nicht ausgeschlossen. |


