jjjj n° 3 |
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„jj n° 3“ beginnt nichts Gutes verheißend. Eine rauchige Stimme mit minimaler Autotune-Verfremdung am Rand intoniert andächtig „Dear Lord, you done took so many of my people / I’m just wonderin‘ why you haven’t taken my life / Like what the hell am I doin‘ right?“, perfekt untermalt von melancholischem Pianospiel. Die Worte in „My Life“ jedoch hat sich nicht das Duo ausgedacht das vielen von uns letztes Jahr mit „jj n° 2“ einen unverhofften Sommertraum bescherte, sie sind dem gleichnamigen Stück des US-Rappers The Game entnommen und werden dort von Lil Wayne, jjs großes Idol dessen „Lollipop“ sie bereits so grandios zu „Ecstasy“ vernebelten, gesungen. Gen Ende der Ouvertüre schweift die Stimme in ein Kinderlied-artiges „Na na na na na, it goes around the world“ ab, auch hier sind Text und Melodie anderswo entwendet worden: einer käsigen Eurodance-Produktion aus den Fingern Alex Christensens. |
Zwischenstopp: Der Copy’n’Paste-Mann: Ein Lehrstück der Musikproduktion |
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Die Marktwirtschaft ist ein ziemlich komplexes System. Das zu durchschauen, überlassen wir lieber den Profis. Nur so viel: Das Prinzip von Angebot und Nachfrage steht im Mittelpunkt aller Verflechtungen. Und das gilt auch im Musikgeschäft. Ein Label kann eine Nachfrage zwar befeuern, aber nicht von Null auf generieren. Man muss mit Seitenhieben gegenüber kulturfernen Schichten […] |


