Musik ins Auge – Der Musikvideo-Roundup (Juli V)

Es ist sicher nicht nur vorteilhaft, sich jede Woche durch Dutzende und Aberdutzende Musikvideos zu wühlen. Umso schneller geschieht es so nämlich, dass sich Eiederholungseffekte einstellen. „Das hab ich doch letztens schon da gesehen“-Gefühl setzt so zum Beispiel bei den x-ten animierten/nachgestellen Albumcovern ein, einem derart ausgelutschten Konzept, dass sich vor ein paar Tagen sogar schon die Black Eyed Peas dran versucht haben.

Doch mag Nabils 360°-Clip im Kern auch der gleiche wie Andrew Huangs aus dem vergangenen Monat sein, kann er durchaus mit dem durchs Perspektivenbild schwirrenden Vogelschwarm eigene Akzente setzen. Auch Alan Poon kann seine Stop Motion mit einem Extramaß an Detailarbeit animieren, Manoj Leonel Jahsons Bildkonzeption schießt hingegen völlig den Vogel ab, wenn sie im Verlauf zum lebenden Wandteppich mutiert.

Vor allem aber tun sich diese Woche Musikvideos hervor, die Körper in bewegung zeigen. Sei es die clevere Zeitrafferkontrolle von Kate Boy und Emil Klang, Scott J. Ross und Hassan Rahims Rollschuhgleiten oder Vincent Haycock und Ryan Holder mit den Fortsetzungen ihrer Video-Mehrteiler. Bei Oliver Hadlee Pearch sieht man dann obendrein die inneren Organe zucken – sicherlich kein alltäglicher Musikclip.

Foals – Mountain At My Gates

Regie: Nabil

 

Kate Boy – Midnight Sun

Regie: Kate Boy & Emil Klang

 

Florence + The Machine – Queen Of Peace / Long And Lost

Regie: Vincent Haycock

 

Unknown Mortal Orchestra – Ur Life One Night

Regie: Manoj Leonel Jahson

 

Wet – You’re The Best

Regie: Hassan Rahim, Scott J. Ross

 

Palace – Head Above The Water

Regie: Oliver Hadlee Pearch

 

The Elwins – So Down Low

Regie: Alan Poon

 

Disclosure ft. Sam Smith – Omen

Regie: Ryan Holder

 

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