Musik ins Auge – Der Musikvideo-Roundup (Juli I)

Fortsetzung folgt? Immer wieder genügt in letzter Zeit ein einziges Musikvideo nicht, es muss schon mindestens eine Trilogie wie Johannes Greve Muskats Schmerzensbewältigung mit How To Dress Well (Teil 1 / Teil 2 / Teil 3) sein oder Aoife McArdles Reihe für James Vincent McMorrow, deren dritter Teil noch aussteht.

Am meisten lohnt sich das Sehen oft aber auch erst am Ende, wenn die Videoreihe handlich als Gesamtwerk veröffentlicht wird, wie bei DONALD/ZAEHs Endlostortur von Fall Out Boy, der erheblich ambitionierteren und herrlich eindrucksvollen Visualisierung Grégoire Orios zum Düster-Ambient von Saåad und Caspers stilistisch ein wenig inkongruenter Amerikareihe. Auch bei Little Dragon scheint sich eine fortlaufende Erzählung anzubahnen, die nach der beschwörerischen Eröffnung nun unter alleiniger Bildführung von Nabil Elderkin zombietastisch Fahrt aufnimmt.

Andererseits zeigen Young Replicant, wie man eine unerwartet fischige Geschichte auch auf ein einziges Video beschränken kann, weitaus weicher fällt die urbane Sicht von Johann Rashid und Young Magic aus. Außerdem: Porentiefe Nähe mit Wolf&Lamm, Mattis Doviers Pixelsatanismus, noch mehr Verhextes von Lance Drake, die lustvollen Eric Wareheim und Yasmine Kittles und eine nahezu magiefreie Animation von Ewan Jones Morris, der dafür mit Detail und Farbverlauf trumpft.

Young Magic – Holographic

Regie: Johann Rashid & Young Magic

 

Plurabelle – Our Fires

Regie: Mattis Dovier

 

Kan Wakan – Like I Need You

Regie: Young Replicant

 

HEALTH – Goth Star (In Lust III)

Regie: Eric Wareheim

 

Gulp – Vast Space

Regie: Ewan Jones Morris

 

Little Dragon – Pretty Girls

Regie: Nabil

 

3lau ft. Bright Lights – How You Love Me

Regie: Lance Drake

 

Fink – Looking Too Closely

Regie: Wolf&Lamm

 

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