AUFTOUREN 2013Kurzstrecke: Die EPs des Jahres
Dass da draußen viel gute Musik gemacht und veröffentlicht wird, steht wohl außer Frage. Weniger Einigkeit herrscht jedoch bei der Frage, was nun aus der Masse heraussticht und mehr Gehör finden sollte. Derartige Überlegungen gelten aber nicht nur für die allseits besprochenen Langspieler, sondern auch für die kleinen, oft vernachlässigten Geschwister des großen Albumformats: die EPs, längst etabliert und doch oft ignoriert.
Ganze Genregrenzen wurden schon auf EPs im Schnellverfahren eingeschmolzen und überflüssig gemacht. Forest Swords, der in diesem Jahr seinen Durchbruch feierte, bekam 2010 für seine Debüt-EP mehr Aufmerksamkeit als manch teuer produzierter Langspieler und bewies, dass zuvor unvereinbar geglaubte Strömungen plötzlich harmonieren, als wäre es nie anders gewesen.
Es ist nicht neu, dass EPs gerne als derartige Experimentierfelder dienen oder als raffinierte Teaser zum groß angelegten Wurf fungieren sollen (bspw. HAIM, AlunaGeorge). Dies machte es auch in diesem Jahr nicht leicht, positive Entwicklungen vorauszuahnen und die Spreu vom Weizen zu trennen. Wie schwer uns die Auswahl gefallen ist, lässt allein die Tatsache erahnen, dass AUFTOUREN-Lieblinge wie Destroyer, Actress oder Pete Swanson und Newcomer wie Kate Boy, Sepalcure oder Zebra Katz in diesem Jahr allesamt hervorragende EPs veröffentlicht haben und doch nicht vertreten sind in unseren Jahrescharts. Ausgenommen ist hier auch die EP von Perfect Pussy, die schließlich so früh so viel Zuspruch fand, dass sie es gar mitten in unsere großen Top 50 schaffte.
Aber lest einfach selbst, ob Twigs es unter modifiziertem Alias im zweiten Jahr in Folge in unsere Top 5 geschafft hat und wohin es Burial in letzter Sekunde verschlug …
30
Pleasure Leftists [Deranged]
29
Bloodflows [4ad/Beggars]
28
Goldleaf Acrobatics [Noumenal Loom]
27
Katie Gately [Public Information]
26
World Music [Leaving]
25
Behind The Green Door [Hyperdub]
24
Elliot [Greco-Roman]
23
I’m Not Dancing [Greco-Roman]
22
Moin [Blackest Ever Black]
21
Dual [Young Turks/XL/Beggars]
20
El Portal [The Trilogy Tapes]

19
Real [Black Butter]
18
Don’t Look Back, That’s Not Where You’re Going [World Music / Hippos In Tanks]
17
Thinking About Thinking [Deek]
16
Vertical XL [Fade To Mind]



+ das wunderbare „Timeshare“ von Shy Girls!
Jau, vielversprechendes Ding, war auch mit in der Vorauswahl – eine der 150 oder so …
1. Kahn – EP
2. FKA twigs – EP2
3. Burial – Rival Dealer
4. chet faker + flume EP
5. unknown mortal orchestra – blue record ep
6. Grizzly Bear – B Sides
7. SOHN – Bloodflows
8. courtney barnett – how to carve a carrot into a rose
9. pascäal ep
10. koreless – yugen
wundert mich vorallem, dass kahn, chet faker + flume und unknown mortal orchestra nich den weg in eure top30 gefunden haben… vorallem die beiden erstgenannten ep’s waren grandios!