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Seit beinahe 10 Jahren gastiert Nidia Góngora immer wieder auf den verschiedenen Projekten von Will Holland alias Quantic, auch in direkter Zusammenarbeit veröffentlichte das Duo schon mehrere Singles. Auf seinem Album „Curao“ expandiert das Duo die Groove-Folk-Traditionen Góngoras kolumbianischer Pazifikregion noch lebhafter, derart sogar, dass die darauf mit enthaltenen früheren Kollaborationen fehl am Platz wirken können (was auch an ihrer merklich blasseren Abmischung liegt). Das weiterhin herrlich blechbläserige „Dub Del Pacifico“ verflacht mit neuem, verlängerten Arrangement ebenso ein wenig wie die Endlosrepetition von „Ñanguita“ und „Muévelo Negro“ in verkürzten Album-Edits, das bedächtige „No Soy del Valle“ ist sogar unnötig mit hektischem Breakbeat augmentiert. Dafür sind die meisten Highlights neue Songs wie der Fernblick von „Amor En Francia“ über zunehmend schnellerem Herzpochen, das jubilant flötende „E Ye Ye“ oder das Marimba-gepflasterte „Se Lo Vi“. Für Ruhezonen sorgen dazwischen tropische Field-Recordings in „Interludio“s oder a cappellas wie „Dios Promete“, doch auch im so tempo- wie perkussionsfreudigen „Que Me Duele“ steht Góngoras facettenreiches, ausdrucksstarkes Gesangsorgan klar im Zentrum des Albums. Es ist Hollands Verdienst, dass er ein feineres Händchen anlegt als viele andere Electro-Folk-Visionen: weder aufdringlich knallig noch futuristisch abstrahiert unterstützen seine Beats ein Klangbild voller analoger Instrumentierung und Gesänge manchmal völlig unmerklich, dennoch fühlt sich „Curao“ von der Klangdynamik her wie eine moderne elektronische Produktion an – Tanzmomente inklusive.