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The Golden Filter – STILL // ALONE

Eine so simple wie effektive Zweiteilung formt das feine zweite Album von The Golden Filter: Mindestens fünfminütige, technoid pumpende Tracks auf der einen Hälfte, in Klangpalette und Struktur poppigere Songs auf der anderen. Anstatt beides bunt zu mischen, entwickelt das Londoner Duo damit eine Vertiefung beider Ausdrucksweisen derselben Gefühle von Isolation und Trennung. Die melancholische Tünchung liefert einen übergreifenden emotionalen Rahmen von „Vibrational“s Detroiter Maschinenpumpen und metallischen Snares bis zum coolen Italo-Groove „Dust“, doch ist die Trennung durch das mittige Beatlos-Instrumental „//“ ohnehin keine absolute: Zwar kann sich der Gesang von Penelope Trappes im anschließenden „Questions“ erstmals frei entfalten, wird aber vom dräuenden Bass noch längst nicht so sehnsüchtig emporgehoben wie beim schwirlenden Mid-Tempo-Finale „Rivers“. Andererseits führt das Factory-Floor-nahe „Now We Get Lost“ zum Mittelpunkt hin eine leuchtende Synthlinie an das in den Vordergrund gerückte Flüsterraunen und füllt damit kurzfristig den Leerraum, zugleich nimmt es sogar weiter an Effet zu, bis die verhuschte Tropfsteinhöhle „Nine“ neue Ambient-Techno-Gefilde erschließt. Das so geschärfte wie stilgeschult wandelbare Sounddesign bewirkt, dass Gesamtentwicklungen und kleine Gemeinsamkeiten über „STILL // ALONE“ ohne arge Brüche nachvollziehbar bleiben.

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