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Geschmeidig wie Samt ist das Debütalbum von Paradis, jedem Versuch des Festhaltens scheint ihr Dance-Pop deswegen auch zu entgleiten. Die Tastenanschläge des Pariser Duos gleichen dem sanften Schwung eines Pinselzugs, wie gedimmte Lichtspiele zerlegen sich synthige Akkorde in ihre Einzelnoten, dass man schon glaubt, eine Polyphonie würde die prekäre Balance übermäßig strapazieren. Spätestens mit dem Hauchgesang von Simon Mény und Pierre Rousseau, der trotz aller Intimität und gelegentlichen Scheue unverhüllt im Vordergrund steht, fügen sich aber die Harmonien zusammen. Dabei tauen auch Songs wie das eingangs kühle „Instantané“ auf, in dessen Winterlandschaft sich mit der Zeit warme Instrumentalmelodien ausbreiten, vor allem aber in der Ferne ein seufziger Nebel aus nachhallenden Vocals und den in sie transferierten Emotionen aufzieht. Die Beats darunter sind selten so gebrochen wie im 2-Step von „Quand Tu Souris“, aber auch „Miroir (Un)“ bildet mit seinem Downtempo eher eine Ausnahme. Durchaus tanzbare, durchaus auch mal mit zusätzlichem Perkussionsdrall („Toi Et Moi“) benetzte House-Kicks geben „Recto Verso“ eine körperliche Präsenz, doch selbst um die 160 bpm wirkt darunter der Sechsminüter „Paradis (Reprise)“ weder sonderlich druckvoll noch lang. Die intensivsten Dynamiken entstehen vielmehr, wo Paradis wie in „Garde Le Pour Toi“ den Klangraum mit Textur füllen und eine liebliche Dreitonfolge zwischen die Anschläge synkopieren – typisch für ein Album der Feinheiten.