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The Dillinger Escape Plan – Dissociation

Konkret in Sicht ist das Bandende nicht, aber sicher. The Dillinger Escape Plan werden noch mindestens bis ins kommende Frühjahr live auftreten, „Dissociation“ steht jedoch bereits als ihr letztes Album zu Buche. Darauf führen die Hardcore-Chaos-Bändiger um Ben Weinman noch einmal ihre diversen Einflüsse an und was sie daraus über 20 Jahre gemacht haben: den gedimmten, bläserunterstützten Jazz-Mittelteil im frenetisch umherschlagenden „Low Feel Blvd“, Greg Pucciatos bis ins sanft Balladeske reichende Gesangsführung in „Nothing To Forget“ und mit der elektronischen Perkussion von „Fugue“ die Liebe für flitternden IDM, die schon seit dem Aphex-Twin-Cover der „Irony Is A Dead Scene“-EP 2002 unüberhörbar ist. Tatsächlich stammt auch „Fugue“ in seinen Grundzügen aus dem letzten Jahrzehnt, doch erscheint es hier nicht als deplatzierte Resteverwertung bei der letzten Gelegenheit, es zum Teil eines Dillinger-Werks zu machen. Der Rückgriff passt vielmehr in ein Gesamtgefühl wissender Genügsamkeit, welches am Ende zahlreicher wüster Zickzack-Ausbrüche das ebenfalls schon vor Jahren begonnene Titelstück als Finale unterstreicht. Ein quellender Drone und dramatische Streicher üben Druck aus, eine Explosion geschieht jedoch selbst mit dem wuchtigeren Einsatz des Schlagzeugs gen Ende nicht. Keine Gitarren: die letzte originelle Überraschung.

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