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Gitarre-Schlagzeug-Rockduos gibt es nicht wenige, auch schon mal mit einem Vier- statt Sechssaiter – doch ein Kontrabass, das sieht man nicht alle Tage. Noch bemerkenswerter ist aber, was die grandiosen Hyperculte aus ihren beiden Instrumenten alles herausholen. Meistens nutzt Vincent Bertholet die satte Tiefenresonanz gezupfter Saiten, um mit Drummerin Simone Aubert hypnotisch zirkelnde Groovegeflechte zu entwickeln, die über Loops und die von Aubert nebenbei auch noch bespielte E-Gitarre alles andere als trockener Kraut-Minimalismus sind. Helltöniges Glimmen und raunend gestrichene Flächen machen aus dem NEU!-driftenden „Résigné“ eine dynamische Berg-und-Talfahrt, noch dichter ziehen die Knarzflächen und ineinandergleitenden Stimmen ins Innere von „Penser Ensemble“. Ebenso vereinnahmend vermögen Hyperculte ihr Spiel nach außen zu kehren: Mit energetisch monotonen Vocals, Stampfbass und Becken-Akzentuierung erinnert „Le Tyran“ an den Dance-Punk von Pixeltan oder Liquid Liquid, die Zwei-Minuten-Anspannung „S.O.S.I.“ mit aufdräuender Verzerrung und Shouts an Black Eyes. Etwas weniger ergiebig sind „Le Feu“ und „Bataille“ ungünstigerweise gerade am Ende des Albums positioniert, aber das dehnt dieses knackige 34-Minuten-Debüt nur unwesentlich. In der Tat kriegt man damit auch eher die Kurzfassung geliefert – live kann das kultigste Duo Genfs diese Repetition locker auf doppelte Länge intensivieren.