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Der albumumfassende „Continuous Mix“ von „Little Red“ war eine wahre Offenbarung dafür, wie wichtig Songauswahl und Sequenzierung sind. Nicht nur betonte diese alternative Fassung anstelle der braveren Singles die vom regulären Tracklisting abwesenden, exzellenten Bonusstücke, auch gab sie dem gesamten Album einen lebhafteren Touch, der die Clubwurzeln von Katy B betonte. Fast enttäuschend ist daher, dass der Bonusmix diesmal keinerlei Transformation bewirkt, in beiden Formen ist das kollaborationsbetonte „Honey“ eine etwas stockende Geburt: Ins sinnliche Titelstück lässt die Londonerin noch ihre spezifische Alltagszeichnung über KAYTRANADAs abendlichen Glitterfunk einfließen („Waiting for your kiss, red veinous lips/ I bought this colour for you/ On my lunch today I heard her say/ Girl he’d be crazy not to“), doch die leblose Diplo-Produktion „Who Am I“ und das weit unter „Beautiful Stranger“-Qualität breakbeatende „So Far Away“ versuppen auch textlich in Platitüden. Vermag Katy B diese Stücke nicht auf ein höheres Niveau zu ziehen, erhebt sie sich umso glorreicher und ungewohnt energisch im Garage-House „Turn The Music Louder“, für Four Tets und Floating Points‘ bliepige Co-Produktion „Calm Down“ wählt sie hingegen einen passend gedämmten Stimmton. Zwischen Mr. Mitchs ausgespartem Blubber-Grime und der breitstreichernden Piano-House-Romantik von Jamies Jones und Kate Simko wird „Honey“ zum clubstilistischen Füllhorn, dem als erstes Juwel „I Wanna Be” entfließt. Frei von Tropical-Anbiederung tastet sich Chris Lorenzos hauchend-tiefenmelodischer Garage-House an, aus dem Katy B den Jetztmoment beschwört: „I wanna touch you break that barrier/ Get us out the friend zone/ It’s getting deeper, now I fantasise/ When I’m all on my own/ I wanna tell you that anxiety’s a bitch babe/ Wanna forget it but it’s fighting me, I’m losing tonight“.