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Das Debütalbum der Bostonerin beherbergt Songs von einer zimmerfolkigen DIY-Qualität, dass es wenig überraschen würde zu erfahren, Ellen Kempner hätte neben Gitarre, Bass und Gesang auch noch die Drums eingespielt. Solo mit mehr Variationsspielraum als aufgabenverteilende Bands ausgestattet, lässt sie „Cushion Caging“ halbakustische Akkorde zu schepprigen Drums in verzerrte Ausbrüche führen oder taucht mit blubbrig verfremdeten Vocals in „Cinnamon“s Unterwasser-Jangle ab. Im eröffnenden „Molly“ gniedelt Kempner powerpoppig mit sich selbst um die Wette, der Titelsong wiederum zeichnet seine leichtfüßige Melodie über mechanisch stapfendem Schlagzeug und konstrastierend sanft perlenden Keyboardglocken. Dass makellose Professionalität nicht ihr Ein und Alles ist, zeigt sich, darin, wie Kempner fürs unplugged-ruhig gitarrenzupfende „Dixie“ eine Aufnahme beibehalten hat, in der ihr am Refrainende ein Husten in den Gesang rutscht – ihre beiden Vocalspuren umraunen einander dafür in harmonischer Nähe. Solch ein Bruch passt auch zu den textlichen Alltagsskizzen unter gelegentlichen Anflügen von Nervosität oder größerem körperlichen Unwohlsein wie in „Healthier Folk“: „Too stoned, take an antibiotic/ I feel my infections wrestling my bones/ […]Mouth ajar watching cuties hunt for supper/ I just downed an upper, I almost wasn’t chill“.