
Es ist sicherlich dem Zufall und subjektiver Wahrnehmung geschuldet, dass Ringan Ledwidges Clip zugleich den beiden kürzlich verstorbenen Angus Scrimm und Andrzej Żuławski zu huldigen scheint, mit der „Phantasm“-isch rotierenden Kugel und Rosamund Pikes „Possession“-Performance in der bekachelten Passage – wohlkoordiniert ist er in jedem Fall.
Ein wenig länger muss man warten, bis die Begierde hinter Tim Mattias Tennis-Techtelmechtel klarer wird, ganz unsubtil kommt hingegen Adam Avillas trashige Action-Animation mit ihrem Trump-Antagonisten daher, mit Jérôme Bernard Vinyl-Verfolgungsjagd wiederum fährt man ganz sonnig. Außerdem: Digitales Neon-Plemplem von ELMØ, Kevin Clarks hochauflösende Lichtspiele und Bryan Schlams Clubschau der besonderen Art.
Massive Attack – Voodoo In My Blood
Regie: Ringan Ledwidge
Fred Falke – It’s A Memory
Regie: Jérôme Bernard
Tepr – Half Below
Regie: ELMØ
Halsey – Colors
Regie: Tim Mattia
Oscar – Sometimes
Regie: Bryan Schlam
American Killers – Big City
Regie: Adam Avilla
Sonagur – 22 Days
Regie: Kevin Clark