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Nein, wie traditionelle senegalesische oder andere Musik aus Westafrika klingt das elfte Album von Baaba Maal nicht gerade. Ließ der Gitarrist auf „Television“, seinem 2009er-Album mit Brazilian Girls, bereits elektronische Elemente in seine Musik einfließen, ist „The Traveller“ nun durch und durch Electro-Folk mit poppigem Panorama-Klang. Größtenteils auf heimischen instrumenten (vor allem Drums) in seinem Heimstudio in Dakar eingespielt, bearbeiteten Maal und Produzent Johan Hugo von The Very Best die meisten Songs in London weiter, wobei der metallisch eingedellte Beat von „Jam Jam“ oder der ätherische Charakter des Chors in „Gilli Men“ entstand. Besonders schön ist auch der weite, neblig durchraunte Echoraum in „One Day“, durch den Maals Stimme und Gitarre gleiten, bis im letzten Drittel Hand- und Schlagtrommeln sanft hineinwuchten, doch gelingen nicht alle Experimente dermaßen. Am Ende wird das Album durch das von Lemn Sissay performte Spoken-Word-Songdoppel „War“ und „Peace“ aus dem Gleichgewicht geworfen, dessen durchaus intendierter Bruch ein wenig zu abrupt und spät kommt.