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Zhala – Zhala

Originalität im Pop wird gelegentlich überwertet, wird sie doch meist von einer Flut aus Imitaten gefolgt oder wirkt eh nur wegen der Beschränktheit persönlicher Hörerfahrungen neuartig.„Prophet“ von Zhalas Debütalbum ist da eine seltene Ausnahme: Genuin eigenwillig in Tempodynamik und Sound erzeugt es den seltenen Schock des Neuen, wie die Stockholmerin Musiktraditionen ihrer kurdischen Abstammung in einen höherfrequentigen Ausbruch nach dem anderen übersetzt und wieder zu Boden schwebt. Es ist nicht der einzige von Zhalas Songs, der keine repetitive Struktur- oder auch Soundlinie fährt, immer wieder kippen sie in eine überraschende Variation und haltlose Schwebesequenzen oder setzt das eröffnende „I’m In Love“ ein verfrüht-ausgedehnte Finale. Jedoch hat allein das Mutieren der Songform nur selten einen durchweg elektrisierenden Effekt, „Aerobic Lambada“ zum Beispiel fehlt das Zündende, um sich gänzlich zu distinguieren. „Right Way’s Wrong“ glänzt da schon vergleichsweise konventionell, oder auch „Holy Bubbles“, das aber im Refrain mit kapriziöser Teufelsorgel und eingängigem Beat zugleich zu simpel und überzogen in seinem Stampflkatschen wird. So kann „Zahla“ frustrierend dahingleiten mit Tracks, die Italo-Träume als perkussionsreichen Scandi-Pop im Black Devil Disco Club manifestieren, in denen aber bei aller Aktivität manchmal nur wenig melodisch Distinktives rumkommt.

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