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Musik ins Auge – Der Musikvideo-Roundup (Mai III)

Eher ungeschickt eingefädelt: Da hat mal jemand einen interaktiven Musikclip gebastelt, dessen Welt sich nicht nur über einen zusätzlichen App-Download als virtuelle Realität erfahren, sondern auch auf Youtube über Tasten- oder Mobilgerät-Steuerung erkunden lässt – und dann ist das Video von Youtube in Deutschland gesperrt. Daran wird sich voraussichtlich auch so schnell nichts ändern, ist die neueste Entwicklung in Sachen Youtube/GEMA-Einigung doch nur die gerichtliche Bestätigung, dass die bereits vor Jahren schon wieder geänderten ersten Hinweistafeln für von Youtube geoblockierte Videos die Sachlage fälschlich als eine direkte Aktion der GEMA darstellten.

Hoffentlich bleiben uns die visuellen Highlights der dieswöchigen Musikvideo-Auswahl aber erst mal eine Weile erhalten, denn neben Ian Pons Jewells Grautonvision amerikanischer Kleinstadtidylle bieten diese auch manch eigentümliche Buntheit. Allen voran Seo Hyun Sungs Lustspiel und Marta Dymeks Fototanz, im Extremkontrast besticht Kris Moyes‘ Schwarzweiß-Texturenspiel währenddessen gleichermaßen im Detail wie Kat Audick & C.R. Saxtons elementnahe Erkundung. Außerdem zeigt Nick Rutter autoerotische Obsession, Parachutes ein Ringen mit der Vergangenheit, Timothy Armstrong malt nach Buchstaben und handheldcineclub bringen den Berg zum Propheten.

Vince Staples – Señorita

Regie: Ian Pons Jewell

 

Bigbang – Bae Bae

Regie: Seo Hyun Sung

 

Waterstrider – Frayed

Regie: Marta Dymek

 

Lapalux – Puzzle (feat. Andreya Triana)

Regie: Nick Rutter

 

Novosti – Marry The Grave

Regie: Kat Audick & C.R. Saxton

 

Maestro – Darlin‘ Celsa

Regie: Parachutes

 

Birds Of Tokyo – Anchor

Regie: Kris Moyes

 

Matt Epp – Ready In Time

Regie: Timothy Armstrong

 

The Twilight Sad – It Never Was The Same

Regie: handheldcineclub

 

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