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Ela Orleans macht Nachtmusik. Die gebürtige Polin mit Wahlheimat Glasgow lässt dazu Glocken klingen, Keyboardflächen flirren und ein paar nebulöse Synthiestreicher lugen auch noch von Zeit zu Zeit vorbei. Auf ihrem zweiten Album „Upper Hell“ bündelt Orleans ihren opaleszenten Klang, indem sie den acht Songs einen dämmrigen Überbau schafft. Beginnt „Dark Floor“ dabei wie eine schwülwarme Sommernachtsphantasie, erinnert „The Sky And The Ghost“ mit seinem 2-Step-Rhythmus an eine schwach glimmende Jamie-Woon-Pastiche. Sie selbst bescheibt ihre Musik als „Filme für die Ohren“, hat dabei aber sicherlich eher schummrige B-Movies als Popcorn-Hochglanz-Blockbuster vor Augen. Häufig konzentriert sie sich dabei in den Stücken nur auf wenige Versatzstücke, die sie dann durch kaum merkbare Varianten stetig ausbaut und so eine sehr dichte Atmosphäre erzeugt. Dadurch fehlen aber wiederum auch Eckpunkte, die sich zumindest ein wenig aus der tonalen Enge befreien. Sobald der Gesang hier nämlich selbst zum Instrument wird und wie bei „We Are The One“ im Klang verschwindet, lässt das „Upper Hell“ zwar stringent, aber leider wenig zwingend erscheinen. So ist Ela Orleans nur eine kleine Nachtmusik gelungen, die zwar einiges an Originalität bereithält, sich aber in ihrer klanglichen Redundanz selbst schwächt.