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Soko – My Dreams Dictate My Reality

Das Zweitwerk der Pariserin ist ein Dazwischen-Album: Mit starkem französischen Akzenteinschlag voller Lederjacken-Coolheit singt sie wie zwischen Wach- und Traumzustand vom Hadern mit der Adoleszenz, alt genug um’s besser zu wissen („And I’m too aware of my mortality/ I thought I was a kid when I wasn’t a kid “) und doch nicht reif genug, um’s immer richtig zu machen („I refuse to grow/ I refuse to get old“). Auch zeitlich ist ihre Retrostilistik auf eine Übergangsperiode gerichtet, im Wechsel vom Devo-aufgeriebenen „Temporary Mood Swings“ ins Echo-And-The-Bunnymen-hafte Titelstück oder die Avancen an The Associates und Tears For Fears bei „Monster Love“ und „Visions“ kann man förmlich dabei zuhören, wie Anfang der Achtziger Post-Punk in New Wave und Synthpop überging. Schade nur, dass Midrange-Fetischist Ross Robinson jegliche Dynamik rausgewürgt hat, bis der Sound nur noch extrem zischelig und aufgequollen ist. So fallen schwächere Songs wie das staksige „Who Wears The Pants?“ besonders flach, wobei auch die Hitqualität eher im Dazwischen angesiedelt ist: „My Dreams Dictate My Reality“ ist wie ein Album voll der B-Seiten und Deep Cuts zwischen den großen Singles.

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