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Sie rocken und rollen weiter. Der Westküste ist das Trio aus Massachusetts zwar keinen Inch näher gekommen, auf seinem zweiten Album zeigt es aber andere Ambitionen: Sowohl „Black Razor“ wie auch „Summer Wall“ sind Song-Zweiteiler, die mit einem lange angeschlagenen Akkord kurz den Atem anhalten und dann in eine durchaus stimmige, beide Male flottere zweite Hälfte übergehen. Nuancierter fällt „Nights In The Dark“s Stilevolution, abgesehen von den Piano- und Akustikgitarren-Zwischenspielen „Ayla’s Song“ und „Garlic Road“, aus: Ihr melodischer Sludge-Punk kreist weiterhin ähnlich wie Milk Music oder Rational Animals um die Mittel- bis Spät-80er-SST-Ausstöße, nur haben sich California X von der punkigen Dinosaur/Hüsker-Ecke mehr zu den stonerigen Meat Puppets hinentwickelt. Der Sound ist dem Debüt gegenüber denn auch volumenmäßig deutlich reduziert, statt druckvollem Verstärkergewalze zieht sich der Fuzz-Sound in einen dicken, etwas abdumpfenden Morast zusammen, wo insbesondere Lemmy Gurtowskys Vocals verblassen und auch nicht jeder Riff zündet. Doch muss man leicht enttäuscht nur wieder zum eröffnenden Titelstück zurückspulen, um zu hören, wie vorzüglich California X immer noch hymnische Gniedel-Riffs vom Stapel lassen können.