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Self Defense Family gehören in meinen Augen zu den interessantesten Post-Hardcore-Bands der Stunde. Ihr diesjähriges Album „Try Me“ wird sich – so viel kann ich jetzt schon verraten – mit Sicherheit in meinen Top 30 für 2014 wiederfinden, ist seit der Rezension im Januar immer weiter gewachsen und war auch aus meiner Plattentasche nicht wegzudenken. Nun gibt es nach drei kürzeren Werken einen weiteren kleinen Nachschlag in Form der „Duets“-EP, welche diesmal fünf Duette versammelt. Musikalisch schließt diese nahtlos an „Mistress Appears At Funeral“ vom Album an und so ist es nicht verwunderlich, wenn Caroline Corrigan erneut viele Vokalpassagen übernimmt und sich Patrick Kindlon weit zurücknimmt. Die Band behält dabei diesen fast schon zum Markenzeichen gewordenen, leicht jammigen Eindruck bei – als hätte sie während einer längeren Session einfach den Aufnahmeknopf gedrückt und die besten Takes anschließend ohne viel Postproduktion einfach veröffentlicht. Dennoch wirkt nichts unfertig, vielmehr von einer eingespielten Leichtigkeit getragen und insgesamt erscheinen Self Defense Family poppiger denn je, wenngleich durch die konzeptionelle Ausrichtung auch limitierter im Ausdruck.