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Wenn die Langeweilerinnen und Canapé-Parasiten aus der Vernissage verschwunden sind und nur noch die so gutgekleideten wie gutaussehenden Menschen unter sich sind, dann wird es allmählich Zeit für Körpernähe. Für diesen kleinen Gitarrenlauf und das coole „Hey, you got it“ in „Human Nature“, für die umnachtete Romantik von „Shine“ und irgendwann dann auch die treibend-tiefe zweite Hälfte von Digitarias drittem Album. Umso effektiver wird an deren Ende dann der einzige pure Popsong zum Finale, dessen Tunnelvocals man wie den Rest der skizzenhaften Texte nicht sonderlich genau zu absorbieren braucht. Prägender ist da die einladende Atmosphäre, die der metrosensuelle House des brasilianischen Duos über „Night Falls Again“ zur Not auch am heimischen Kopfhörer entfaltet, aber eigentlich sollten sich dazu Leiber in Bewegung setzen und einander wechselwirkend weiter antreiben – nur nicht zu wild. Schließlich sollen weder Frisur noch Garderobe die Contenance verlieren.