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Sinkane – Mean Love

Ein guter Anfang kann im Pop schon die halbe Miete sein. Ein besonderes Gespür für distinktive, voneinander unverschiedliche Intros legt Ahmed Gallab alias Sinkane an den Tag: Mit nur einem lässigen Beat-Auftakt, direkt loslegender Leitmelodie oder falsettiertem Gesangseinsatz bekommen jeder Song auf „Mean Love” sofort einen stimmigen Eigencharakter verliehen. In engerer Zusammenarbeit mit seinen Bandkollegen gelingt Gallab noch reichhaltiger als auf dem Vorgängerwerk „Mars” eine musikkulturelle Fusion, die kein irrsinniger Stilmischmasch sein will und auch nicht sollte – dafür ist ihr Tonus zu entspannt. So legt sich der der Twang von Jonny Lams Pedal-Steel gleichermaßen selbstverständlich in den Reggae von „Galley Boys” wie in den Doo-Wop des Titelstücks, trifft über Ish Montgomery sudanesischen Basslauf synkopierter R’n’B völlig plausibel auf psychedelische Moogträume. Nicht alles davon wird auch zum gänzlich ausgeformten Song, wenn sich simple Refrains wie in „Mean Love” in ereignislosem Rahmen zu oft wiederholen, aber als Pop ohne Grenzen kann „Mean Love” mit viel Wärme jeden kurzen Durchhänger wieder wettmachen.

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