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Honeyblood – Honeyblood

Honeyblood ziehen ihr Indierock-Debüt zugleich sauberer und schmutziger als die Labelkollegen von TRAAMS oder den ebenfalls aus Glasgow kommenden PAWS auf. Wohldefiniert und ungedämpft wie ihre Vocals braust Stina Tweeddales Gitarre auf, doch selbst über ihrem feinsten Jangle scheppert das Becken von Shona McVicar so kaputt, als wäre es mit der niedrigstmöglichen MP3-Kompression verunglimpft worden. Der nie ganz von körnigem Schmutz und Feuchtigkeit befreite Sound komplementiert die Songs der beiden, die mit exzellentem Gespür für harmonisches Ätzen die Hörgänge infiltrieren („Scumbag sleaze/ Slimeball grease/ You really do disgust me“ über den windigen Manipulierer in „Super Rat“ oder „When mother nature planned for age/ She must’ve forgot about you” in „All Dragged Up“), aber auch mal mit halb gesenktem Schutzschild die Beziehungswunden aufzeigen. „Another fucking bruise/ this one looks just like a rose“, speit Tweeddale im Finale „Braid Burn Valley“, als sie nach landschaftsbeschreibendem Saitenzupfen in die Pedale tritt und ein brodelndes Röhren vom Stapel lässt. Schöner als solche Kontrastmomente ist nur noch, dass Honeyblood schon jetzt über Bridge oder Zwischenspiel eine variablere Songkonstruktion beherrschen als viele aufs erste Hören ähnlich erscheinende Gruppen.

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